Collin Gosselin erhebt schwere Vorwürfe gegen Klinik
Collin Gosselin erhebt schwere Vorwürfe gegen die psychiatrische Einrichtung, in der er als Teenager untergebracht war. In seinen neuen Memoiren "In the Shadow of Eight" schildert der Sohn von Realitystar Kate Gosselin (51) erschütternde Erlebnisse aus seiner Zeit im Fairmount Behavioral Health System in Pennsylvania. Wie E! News aus dem Buch berichtet, verbrachte Collin dort ab 2016 insgesamt 21 Monate. Besonders ein Vorfall sei ihm in Erinnerung geblieben: Nachdem er einen Arzt wiederholt gefragt habe, wann er die Klinik verlassen dürfe, sollen ihn mehrere Mitarbeiter gewaltsam zu Boden gedrückt und fixiert haben. Seine Brust sei gegen den Fliesenboden geschlagen, während sich Knie in seinen Rücken und seine Beine gebohrt hätten. Anschließend habe sich der Arzt auf seinen Oberkörper gesetzt. "Ich konnte nicht atmen", erinnert sich der heute 22-Jährige an die Situation.
Doch damit sei der Vorfall nicht beendet gewesen. Laut Collin brachten ihn Mitarbeiter anschließend in sein Zimmer und warfen ihn auf sein Bett. Als er mehrere Angestellte mit einem Metalltablett vor seiner Tür stehen gesehen habe, sei ihm klar geworden, dass ihm offenbar gegen seinen Willen ein Beruhigungsmittel verabreicht werden sollte. "Innerhalb von Sekunden waren fünf oder sechs Mitarbeiter auf mir. Hände packten meine Arme, meine Beine, meine Schultern. Sie drehten mich auf den Bauch, und jemand drückte mich in die Matratze, während eine andere Person meine Beine auf dem Bett festhielt, damit ich nicht treten konnte", beschreibt er die Situation in seinen Memoiren. Danach habe ihm jemand die Hose heruntergezogen und das Medikament injiziert, das die Patienten untereinander als "Booty Juice" bezeichnet hätten. Kurz darauf seien seine Gedanken langsamer geworden, bis er schließlich das Bewusstsein verloren habe. Die Klinik wollte sich auf Anfrage von E! News nicht zu Collins konkreten Vorwürfen äußern. In einer allgemeinen Stellungnahme betonte die Einrichtung jedoch, dass ihre Mitarbeiter täglich daran arbeiteten, durch individuell abgestimmte Behandlungen ein umfassendes therapeutisches Umfeld zu schaffen. Auch Kate Gosselins Sprecher und Anwalt wurden um eine Stellungnahme gebeten, reagierten zunächst aber nicht.
Collin gehört zu den Sechslingen, die Kate gemeinsam mit ihrem Ex-Mann Jon Gosselin bekam. Seine Mutter ließ ihn 2016 in die psychiatrische Einrichtung einweisen. Erst 2018 konnte er die Klinik verlassen und zog anschließend zu seinem Vater. Kate verteidigte ihre damalige Entscheidung im Jahr 2023 gegenüber People. Die stationäre Behandlung sei "zur Sicherheit von mir, seinen Brüdern und Schwestern und zu seinem eigenen Wohlergehen" notwendig gewesen, erklärte sie damals. Eine ambulante Therapie habe ihrer Ansicht nach nicht ausgereicht, um den Bedürfnissen ihres Sohnes gerecht zu werden. Das Verhältnis zwischen Kate und Collin ist seit Jahren von schweren gegenseitigen Vorwürfen geprägt. Während Collin seiner Mutter Misshandlungen vorwarf, verwies diese auf seine psychiatrischen Diagnosen und wies seine Anschuldigungen zurück. Mit seinen neuen Memoiren macht der 22-Jährige nun weitere belastende Erfahrungen aus seiner Jugend öffentlich.
























