

Schwere Zeit: Paul Panzers Vater hatte einen Schlaganfall
Paul Panzer (54) hat von einem dramatischen Moment in seiner Familie erzählt. In einer vor Publikum am Ammersee aufgezeichneten Folge des Podcasts "Betreff: Leben – die Sprechstunde mit Hans Sigl" berichtete er, dass sein Vater vor zwei Jahren einen leichten Schlaganfall erlitt, der sich in seinem Arm und einem Auge bemerkbar machte. Ein herbeigerufener Notarzt habe den heute 86-Jährigen eindringlich aufgefordert, mit ins Krankenhaus zu kommen. Doch der als stur beschriebene Rheinländer habe sich beharrlich geweigert, in die Klinik zu fahren. Selbst seine Ehefrau konnte ihn nicht umstimmen, obwohl sie ihm unmissverständlich klarmachte, was auf dem Spiel stand. "Wenn du hier bleibst, dann stirbst du", habe sie ihrem Mann gesagt. Seine Antwort darauf sei denkbar knapp ausgefallen: "Ja, dann sterbe ich." Damit war die Diskussion für den Senior offenbar beendet. Trotz des medizinischen Notfalls blieb er bei seiner Entscheidung und ließ sich nicht mitnehmen.
Paul erklärte, dass sein Vater grundsätzlich nicht ins Krankenhaus gehe, wenn gesundheitlich etwas nicht stimme. Damals habe er sogar versucht, den Notarzt zu provozieren. Weil der Senior jede Behandlung in einer Klinik ablehnte, wurde er nach Pauls Schilderung schließlich zu Hause mit Blutverdünnern versorgt. Ein befreundeter Internist habe die Familie dabei unterstützt. Ans Ausruhen dachte Pauls Vater danach offenbar nicht: Obwohl seine Hand weiterhin beeinträchtigt war, habe er sie kurzerhand mit Isolierband am Rasenmäher befestigt und den Rasen gemäht. "Das kann man keinem erzählen. [...] Der ist so", erklärte der Comedian, der die Eigenheiten seines Vaters regelmäßig in seinen Bühnenprogrammen verarbeitet. Im Alltag seien dessen Sturheit und kuriose Aktionen für die Familie aber längst nicht immer nur amüsant. Insbesondere Pauls Mutter fühle sich angesichts der kompromisslosen Haltung ihres Ehemanns oft machtlos.
Der Comedian, der mit bürgerlichem Namen Dieter Tappert heißt, macht derzeit eine schwere Zeit durch: Im Frühjahr verlor er seine Ehefrau, mit der er 25 Jahre lang zusammen war. Auch der gemeinsame Sohn, der inzwischen 21 Jahre alt ist, trauert um seine Mutter. Im Podcast erzählte Paul von einem Moment, der ihn besonders berührte: Der junge Mann habe ihn in den Arm genommen und gesagt: "Ich vermisse Mama." Für sich selbst hat der Entertainer eine klare Linie gefunden – er müsse weitermachen, eine Alternative sehe er nicht. Diese pragmatische Haltung, so der Comedian, habe er von seinem Vater übernommen.





















