

So wehrt sich das ZDF gegen TV-Koch Sebastian Leges Kritik
Der Abschied von Sebastian Lege (47) vom ZDF sorgt aktuell für Diskussionen. Nun meldet sich der Sender selbst zu Wort. Gegenüber t-online wies das ZDF die Kritik des TV-Kochs zurück, der bemängelt hatte, dass seine Formate kaum noch Entwicklungsmöglichkeiten geboten hätten. Stattdessen erinnern die Verantwortlichen an die lange gemeinsame Geschichte: "Das ZDF und Sebastian Lege verbindet eine erfolgreiche Zusammenarbeit über mehr als 13 Jahre", heißt es in dem Statement. Zudem habe es "kontinuierliche Weiterentwicklungen des Formats" gegeben. Der Vertrag des 47-Jährigen läuft auf seinen eigenen Wunsch am 31. Dezember 2026 aus, ab 2027 ist er unter anderem für VOX tätig – und damit für einen Sender der RTL-Gruppe. Diese Entwicklung scheint beim öffentlich-rechtlichen Sender niemand forciert zu haben: "Das ZDF hätte die Zusammenarbeit gerne zu angemessenen Konditionen fortgesetzt", ließ man t-online wissen. Welche genauen Konditionen für die Fortführung der Kooperation vorgesehen waren, wurde nicht offen kommuniziert.
Um zu belegen, dass sich bei der Entwicklung verschiedener Formate sehr wohl etwas getan habe, führt der Sender gleich mehrere Projekte an: "Die Tricks der Lebensmittelindustrie", "Lege packt aus" und "besseresser goes Schule". Vor diesem Hintergrund könne man den Vorwurf fehlender Chancen nicht nachvollziehen und weise ihn zurück. Der Koch selbst, der trotz Krebstherapie vor der Kamera stand, hatte die Sache im Podcast "Dr. Riemer" allerdings anders dargestellt. Er habe das ZDF schon frühzeitig darauf aufmerksam gemacht, dass "Besseresser" nach Hunderten getesteten Produkten irgendwann an seine Grenzen stoßen könnte. Außerdem habe er einen konkreten Vorschlag gemacht: Alltagsprodukte wie Pizza oder Döner mithilfe technologischer Verfahren vor laufender Kamera zu verbessern. Laut seiner Aussage wurde diese Idee beim ZDF nicht aufgegriffen – bei der RTL-Gruppe hingegen habe man sofort zugestimmt.
Dass Lege seinen Vertrag nicht verlängerte, lag nach seinen eigenen Worten aber nicht nur an ausgeschöpften Themen. Auch bei der Frage, wie er Inhalte präsentieren soll, habe es Differenzen gegeben. So habe der Sender von ihm verlangt, bestimmte Aspekte stärker zuzuspitzen – etwas, das er fachlich nicht mehr ausreichend begründen konnte. Für den Koch und Produktentwickler war damit eine Grenze erreicht. "Jetzt geht's ein bisschen an meine berufliche Reputation und da muss ich jetzt kurz einmal hier auf die Bremse drücken", erklärte er im Podcast "Dr. Riemer". Nach 13 gemeinsamen Jahren gibt er damit seine Rolle als prägendes Gesicht für Lebensmitteltests im TV ab. Die Arbeit an mehreren hundert untersuchten Produkten habe sich für ihn zuletzt zunehmend eintönig angefühlt. Für die traditionelle Sendermarke "besseresser" hat das ZDF bereits einen Nachfolger ins Auge gefasst. Wie Focus Online berichtet, soll der YouTuber Tim Armann in Sebastians Fußstapfen treten.

























