"Meisterwerk": Neue Prime-Serie begeistert die Zuschauer
Wer gerade nach einer Ausrede sucht, das Licht im Wohnzimmer lieber anzulassen, wird bei Prime Video fündig: Stephen Kings (79) Horrorklassiker "Carrie" ist zurück – und zwar als Miniserie. Verantwortlich für die Neuauflage ist Mike Flanagan, der Zuschauern schon mit "Spuk in Hill House" und "Midnight Mass" schlaflose Nächte beschert hat. Alle acht Folgen sind ab sofort im Abonnement abrufbar, und die Nachfrage ist offenbar riesig: Aktuell steht die Serie an der Spitze der Streaming-Charts. Im Mittelpunkt steht erneut die schüchterne Jugendliche Carrie, die in der Schule von ihren Mitschülern gemobbt und zu Hause von ihrer religiös-fanatischen Mutter kontrolliert wird. Anders als die bekannten Verfilmungen siedelt die Serie den Stoff allerdings in der Gegenwart an. Vor allem der Einfluss sozialer Medien spielt dabei eine tragende Rolle und verleiht der altbekannten Geschichte eine neue Dimension.
Auch beim Streaming-Publikum kommt die Neuinterpretation offenbar gut an: Bei Rotten Tomatoes erreicht die Serie aktuell 85 Prozent Zustimmung. "Einer der raffiniertesten Aspekte der Drehbücher zu 'Carrie' ist die Fähigkeit der Autoren, Momente unerwarteter Empathie für alle Figuren zu erzeugen – mit Ausnahme der besonders niederträchtigen und eigennützigen", schwärmt ein Zuschauer auf der Bewertungsplattform. Eine weitere Bewertung hebt vor allem den Gegenwartsbezug und den zeitgemäßen Blick auf soziale Netzwerke hervor: "Carrie (2026) wird in die heutige Zeit übertragen und setzt ein Zeichen dafür, wie schädlich soziale Medien tatsächlich sind." Das Fazit des Users fällt eindeutig aus: "Mike Flanagans 'Carrie' ist ein Meisterwerk."
Stephen Kings Roman "Carrie" erschien vor mehr als 50 Jahren und machte die Geschichte der gemobbten Jugendlichen mit telekinetischen Fähigkeiten zu einem Horrorklassiker. Seitdem wurde der Stoff mehrfach für die Leinwand adaptiert. Mike Flanagan erzählt die bekannte Handlung in seiner Version nicht einfach nach, sondern öffnet den Blick für gesellschaftliche Dynamiken und zwischenmenschliche Konflikte. Die Grundzutaten bleiben allerdings unangetastet: Carries Isolation, das schwierige Verhältnis zu ihrer strenggläubigen Mutter und die Grausamkeit ihrer Mitschüler bilden weiterhin das Herzstück der Geschichte. Durch die Einbindung sozialer Medien bekommen diese Konflikte in der Serienfassung allerdings eine neue Aktualität – Mobbing endet heute eben nicht mehr am Schultor, sondern geht auf dem Smartphone munter weiter.


























