Nach "Scooby-Doo" folgte Matthew Lillards Karriereabsturz
Als Matthew Lillard (56) 2002 in der Realverfilmung "Scooby-Doo" als Norville "Shaggy" Rogers über die Leinwand schlurfte, schien seine Zukunft in Hollywood gesichert. Zwei Jahre später folgte die Fortsetzung "Scooby-Doo 2: Die Monster sind los". Doch danach erlebte der US-Schauspieler eine Flaute. Statt der erhofften Hauptrollen bekam er zeitweise gar keine Engagements mehr, wie er kürzlich gegenüber Variety erzählte. Er habe fest damit gerechnet, dass ihn der Erfolg der Filme zum großen Kinostar machen würde. Doch nachdem der zweite Teil an den Kinokassen nicht so viel einspielte wie erhofft, ging es beruflich steil bergab. Die Existenzangst sei damals groß gewesen. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Heather Helm musste der Schauspieler den Lebensstandard der Familie deutlich herunterschrauben – Autos und Haus wurden verkauft, Heather kehrte in ihren Beruf zurück.
Sein Verhältnis zu den Kultfilmen beschreibt Matthew rückblickend als äußerst zwiespältig. "Dieser Film ist für mich eine Hassliebe, weil ich dachte: 'Es ist die Schuld von "Scooby-Doo". Deshalb arbeite ich nicht'", gab er im Gespräch mit Variety zu. Wie radikal die Familie ihr Leben umstellte, beschrieb er so: "Wir verkauften unsere Autos, wir verkauften unser Haus. Im Grunde verkleinerten wir unser Leben, damit wir auf eine sehr erschwingliche Weise leben konnten. Und meine Frau ging wieder arbeiten, und das war auch für mich ein wirklich entscheidender Moment." Die schwierige Phase veränderte seine Sicht auf sich selbst grundlegend: Statt sich weiter als künftigen Hauptdarsteller zu sehen, akzeptierte er, in erster Linie ein Charakterdarsteller zu sein. Mit Nebenrollen in "The Descendants" und "Back in the Game" stabilisierte sich seine Laufbahn, zudem lieh er Shaggy über viele Jahre in Animationsfilmen, Serien und Videospielen seine Stimme.
Mittlerweile ist Matthew aber wieder in großen Rollen zu sehen. Er spielte in "Five Nights at Freddy's" und der Fortsetzung mit, stand für "Daredevil: Born Again" vor der Kamera und kehrte in Scream 7 zu dem bekannten Horrorfranchise zurück. Ganz ohne Rückschläge verlief das Comeback allerdings nicht: Die öffentliche Kritik von Quentin Tarantino (63) traf den Schauspieler besonders – er bewundert den Regisseur und hätte gern einmal mit ihm gearbeitet.






















