"Top Gun"-Star Tom Skerritt ist mit 93 Jahren gestorben
Die Filmwelt trauert um einen ihrer markantesten Charakterdarsteller: Tom Skerritt (†93) ist am Mittwoch im Alter von 93 Jahren eines natürlichen Todes gestorben. Seine Familie bestätigte die traurige Nachricht gegenüber BBC und TMZ. Weltweit bekannt wurde der gebürtige Detroiter vor allem durch zwei ikonische Rollen. In dem Blockbuster Top Gun verkörperte er an der Seite von Tom Cruise (64) den strengen Ausbilder Commander Mike "Viper" Metcalf. Im Science-Fiction-Klassiker "Alien" war er neben Sigourney Weaver (77) als Raumschiffkapitän Dallas zu sehen. Seine Angehörigen nahmen mit bewegenden Worten Abschied und erinnerten dabei nicht an den Star, sondern an den Menschen: "Während die Welt Tom durch seine bemerkenswerte Schauspielkarriere kannte, kannten wir ihn für seinen Humor, seine Neugier, seine Weisheit, seine Großzügigkeit und die Liebe, die er in unser Leben brachte."
Seine Karriere vor der Kamera erstreckte sich über sechs Jahrzehnte. Sein Kinodebüt gab er 1962 in "War Hunt", in dem auch der damals noch junge Robert Redford (†89) mitwirkte. Der große Durchbruch gelang Tom 1970 als Army-Chirurg Duke Forrest in der Kriegskomödie "M*A*S*H". Neun Jahre später übernahm er in "Alien" die Rolle des Captain Dallas, ehe er 1986 als geradliniger Fluglehrer Viper in "Top Gun" Filmgeschichte schrieb. Auch Produktionen wie "Steel Magnolias", "A River Runs Through It" und "Ted" gehörten zu seiner umfangreichen Filmografie. Im Fernsehen feierte er ebenfalls große Erfolge: Für seine Darstellung des Sheriffs Jimmy Brock in der Serie "Picket Fences" wurde er 1993 mit einem Emmy ausgezeichnet. Darüber hinaus trat Tom in zahlreichen bekannten TV-Produktionen auf. Unter anderem war er in "Cheers", "The West Wing", "Law & Order: SVU" und "Brothers & Sisters" zu sehen.
Geboren wurde Tom 1933 in Detroit im US-Bundesstaat Michigan. Bevor es ihn vor die Kamera zog, diente er selbst in der US Air Force. Diese Erfahrungen und seine Leidenschaft für das Erzählen von Geschichten gab er später weiter: In Seattle gehörte er zu den Mitgründern von TheFilmSchool. Außerdem rief er das Red Badge Project mit ins Leben, das Veteranen dabei unterstützt, Erlebnisse schreibend zu verarbeiten und so mit PTBS, Angstzuständen und Depressionen umzugehen. Seine frühere "Picket Fences"-Kollegin Lauren Holly (62) würdigte ihn laut BBC als "unseren Anführer". Zudem erklärte sie: "Sein Vorbild machte diese Jahre zu einer solchen Freude, und wir alle liebten und respektierten ihn sehr." Auch privat hinterlässt Tom eine große Familie. Zurück lässt der Schauspieler seine dritte Ehefrau Julie, fünf Kinder und mehrere Enkelkinder.






















