Zach Bryan trank täglich 15 Bier, bevor er abstinent wurde
Zach Bryan (30) spricht offen über das Ausmaß seines früheren Alkoholkonsums. Der Countrysänger trank teilweise bis zu 15 Bier am Tag und geriet dadurch in einen belastenden Teufelskreis: Auf den Rausch folgten Angstzustände, die er wiederum mit Alkohol zu unterdrücken versuchte. In einem Gespräch mit Matthew McConaughey (56), das begleitend zu seiner neuen EP "Young Manhood and Other Donatable Organs" veröffentlicht wurde und aus dem Fox News zitiert, schildert Zach zudem heftige Panikattacken: "Als ich in dieser Phase war, in der ich verdammt noch mal 15 Bier am Tag trank und diesen Kreislauf immer weiter fortsetzte, bekam ich diese wirklich, wirklich schweren Panikattacken. Mein ganzer Körper wurde taub, und ich dachte, ich würde einen Schlaganfall bekommen und sterben." Schließlich diagnostizierte ein Arzt bei ihm eine schwere Panikstörung und riet ihm dringend, keinen Alkohol mehr zu trinken. Seit er daraufhin mit dem Trinken aufgehört hat, habe sich sein Zustand deutlich verbessert.
Vor seiner Abstinenz gehörten drei bis vier Bier allerdings fest zu Zachs Vorbereitung auf ein Konzert. Damit versuchte er laut eigener Aussage, seine Aufregung zu dämpfen. Nach der Show trank er dann weiter und griff am folgenden Tag erneut zur Flasche, um Panik und Bühnenangst zu verdrängen. Obwohl sein Management ihm nüchterne Auftritte vorgeschlagen hatte, hielt Zach den Alkohol lange für eine Art unverzichtbares Glücksritual. Ohne Rausch auf die Bühne zu gehen, sei anfangs zwar beängstigender gewesen, inzwischen erlebe er seine Shows jedoch viel intensiver. "Aber sobald ich auf der Bühne bin, macht es viel mehr Spaß. So viel mehr. Es fühlt sich an wie Fliegen. Es macht mehr Spaß. Es ist das beste Gefühl der Welt", schwärmt er im Gespräch mit Matthew. Auch beim Schreiben seiner Songs glaubte Zach lange, Alkohol zu brauchen, weil fast alle seiner bisherigen Hits betrunken entstanden seien. Seine neue EP schrieb und sang er nach eigener Aussage erstmals komplett nüchtern ein.
Zuletzt hatte Zach mit einem Disstrack für Wirbel gesorgt. Auf dem Album "With Heaven on Top", das zehn Monate zuvor erschienen war, schien er in Songs wie "Skin" und "Plastic Cigarette" gegen Ex-Partnerin Brianna LaPaglia auszuteilen. Viele Fans erkannten darin Anspielungen auf die turbulente Beziehung. In "Skin" fragte Zach: "Liebst du Menschen nur, um am Ende zu gewinnen?" Das Album klang aber auch nach Aufbruch. Seiner Frau Samantha Leonard widmete Zach mehrere liebevolle Zeilen, außerdem verarbeitete er seinen Kampf mit dem Alkohol. In "Appetite" sang er: "Ich habe meinem betrunkenen Arsch gesagt, er soll nüchtern werden." Seine nun geschilderten Erfahrungen mit Angst und Panik machen deutlich, wie persönlich diese Worte waren.





















