Johann Lafer kann "zuversichtlich ins nächste Jahr blicken"
Johann Lafer (69) hat erfreuliche Neuigkeiten zu seinem Gesundheitszustand. Im Gespräch mit dem Spiegel erzählt der TV-Koch, wie es ihm nach den vergangenen Monaten mit Lymphdrüsenkrebs mittlerweile geht. "Besser, viel besser", lautet sein Fazit. Die anstrengende Chemotherapie hat er inzwischen abgeschlossen. Aktuell erhält er eine Immuntherapie, die die Krankheit eindämmen soll. Auch eine für den Koch besonders einschneidende Nebenwirkung lässt allmählich nach: Sein zeitweise verlorener Geschmackssinn kommt langsam zurück. Von einer vollständigen Genesung kann der Gastronom zwar noch nicht sprechen, dennoch blickt er optimistisch nach vorn. "Aber ich kann sehr zuversichtlich ins nächste Jahr blicken. Das ist wichtig", erklärte er gegenüber dem Nachrichtenmagazin.
Wie sehr ihn die vergangenen Monate gefordert haben, macht Johann im Interview ebenfalls deutlich. Die Chemotherapie sei "nicht ganz so einfach" gewesen, erinnerte er sich und verwies zugleich auf seine nachwachsenden Haare als sichtbares Zeichen des Fortschritts. "Den wünsche ich niemandem, und das möchte ich auch nicht noch mal haben", sagte er über die zurückliegende Behandlung. Bis zum Abschluss der medizinischen Betreuung ist es allerdings noch ein weiter Weg. In den kommenden zwei Jahren stehen für den Koch weitere regelmäßige Anwendungen an, um die Krankheit unter Kontrolle zu halten. Seine sonst kaum zu bremsende Euphorie habe die Diagnose gedämpft. "Das ist ein Schicksalsschlag, es ist hart, so ist das Leben. Aber wir kämpfen heute", betonte er im Spiegel. Das Interview führte er gemeinsam mit der Kochbuchautorin Stefanie Hiekmann und dem Investigativjournalisten Mohamed Amjahid. Zusammen bilden die drei künftig das Kolumnistenteam "Spiegel-Küchenkabinett".
Ende Mai hatte Johann seine Erkrankung öffentlich gemacht. Bei ihm war ein indolentes, niedrigmalignes und nicht aggressives Non-Hodgkin-Lymphom diagnostiziert worden. Bereits bei seinem Auftritt in der Sendung "DAS! Rote Sofa" hatte er von spürbaren Fortschritten durch die Therapie berichtet, zugleich aber betont, dass die Behandlung noch lange nicht abgeschlossen sei. Die Krankheit habe ihn außerdem nachdenklicher werden lassen und dazu geführt, bewusster mit sich selbst und seinem Umfeld umzugehen. Auch seine Dankbarkeit sei dadurch gewachsen. Schließlich seien Patienten in solchen Lebensphasen auf Fachleute und Mediziner angewiesen. Den zahlreichen Menschen, die ihm Genesungswünsche geschickt hatten, sprach der Fernsehkoch ausdrücklich seinen Dank aus. Gleichzeitig richtete er auch gute Wünsche an alle, die ebenfalls gegen eine Erkrankung kämpfen.























