Prinz William verzeiht Harry seinen Rückzug bis heute nicht
Der Bruch zwischen Prinz William (44) und Prinz Harry (42) scheint tiefer zu sitzen als gedacht. Royalredakteurin Roya Nikkhah erklärte im Podcast "The Royals", dass der Thronfolger seinem jüngeren Bruder dessen Rückzug als arbeitender Royal im Jahr 2020 bis heute nicht verziehen habe. Wie festgefahren die Lage ist, beschrieb ein Freund der Familie gegenüber der BBC: "William ist sehr stur. Sich vom eigenen Bruder hintergangen zu fühlen, war schmerzhaft. Er kann das nicht einfach hinter sich lassen." Direkt miteinander gesprochen haben die Brüder angeblich zuletzt rund um die Beerdigung von Queen Elizabeth II. (†96) im September 2022. Bei der Krönung von König Charles III. (77) im Mai 2023 war öffentlich keinerlei Austausch zu beobachten, und bei der Trauerfeier für ihren Onkel Lord Robert Fellowes (†82) im August 2024 saßen sie Berichten zufolge getrennt, ohne ein Wort zu wechseln. Der Abgang von Harry und Herzogin Meghan (45) habe zusätzliche Last auf William und dessen Familie gelegt – und das ausgerechnet in einer Phase, in der sich der Prinz von Wales auf seine künftige Rolle als König vorbereitet.
"Der zusätzliche Druck, den der Rückzug von Harry und Meghan und ihrer Familie auf Williams eigene Familie ausgeübt hat, ist etwas, von dem mir immer gesagt wurde, dass er es unmöglich verzeihen können wird", zitiert der Express die Journalistin. Harry war im August nach Großbritannien zurückgekehrt und hatte öffentlich seinen Wunsch nach einer Versöhnung geäußert. William schweigt dazu bislang. Belastet wurde das Verhältnis zusätzlich durch Harrys Buch "Spare". Darin schilderte er unter anderem, William habe ihn bei einem Streit über Meghan im Jahr 2019 zu Boden gestoßen. Zu diesem konkreten Vorwurf äußerte sich der Palast nicht. Journalist Jeremy Griffin warnte im Podcast "The Royals" außerdem, Harry könne für Williams spätere Regentschaft zu einer ähnlich schwierigen familiären Belastung werden wie Andrew Mountbatten-Windsor (66) für die Monarchie.
Eine rein brüderliche Annäherung unterstütze er, eine Rückkehr von Harry und Meghan in offizielle royale Aufgaben halte er dagegen für problematisch. Der Herzog von Sussex selbst gab sich zuletzt optimistisch. Im Interview mit GQ betonte er, sich künftig auf positive Anliegen konzentrieren zu wollen und vergangene Auseinandersetzungen hinter sich zu lassen. Eine Versöhnung bezeichnete er als entscheidend und machte deutlich, dass er eine Annäherung anstrebe. Sein Sprecher stellte im Anschluss klar, dass diese Aussagen nicht als Kritik an William oder anderen Familienmitgliedern zu verstehen seien. Vom Prinzen von Wales gibt es bislang weder einen Kommentar zu Harrys Rückkehr noch ein Signal für ein baldiges persönliches Gespräch. Die Enttäuschung über die Geschehnisse scheint so tief zu sitzen, dass Prinz William sich mit dem Gedanken einer Annäherung nicht anfreunden kann. Ob und wann sich das ändert, bleibt abzuwarten.




























