"Kürzester Krebs der Welt": Sarah Kuttner gibt Entwarnung
Sarah Kuttner (47) kann nach Wochen voller Ungewissheit endlich aufatmen: Ihr Brustkrebs hat nicht gestreut. Das hätten die Untersuchungen der vergangenen dreieinhalb Wochen ergeben, wie die Moderatorin im Podcast "Das kleine Fernsehballett" mit Stefan Niggemeier berichtet. In den kommenden Wochen soll der Tumor operativ entfernt werden. Lediglich die Frage, ob zuvor eine Chemotherapie notwendig ist, bleibt noch offen. Mitte November rechnet Sarah mit einer Entscheidung. Die Autorin blickt der weiteren Behandlung vorsichtig optimistisch entgegen. Eine Chemo sei bei ihrer Tumorart ohnehin nur "semi-realistisch", erklärt sie und ergänzt: "Und dann ist das irgendwie auch wieder durch, was ganz cool ist." Auch ihren Humor hat die 47-Jährige nicht verloren. Mit Blick auf die bevorstehende Operation scherzt sie: "Eigentlich hat man schon nach der OP keinen Krebs mehr. Der kürzeste Krebs der Welt, quasi."
Trotz der guten Nachrichten möchte Sarah ihre Erkrankung keinesfalls verharmlosen. Im Podcast beschreibt sie ihren Befund allerdings als vergleichsweise überschaubar: "Man möchte es nicht die langweiligste Variante nennen, aber es ist eine wirklich gut übersichtliche." Bis zu dieser Einschätzung musste die Moderatorin zahlreiche Untersuchungen durchlaufen. Nach eigenen Angaben lag sie in nahezu jeder verfügbaren Röhre des Krankenhauses, teilweise sogar mehrfach. Hinzu kamen verschiedene Kontrastmittel, Arzttermine und etliche Blutabnahmen. Ihren Humor hat Sarah dabei offenbar nicht verloren. "Jeder hatte meine Brust schon in der Hand", scherzt sie. Inzwischen erhält die 47-Jährige bereits eine Antihormontherapie, die das Wachstum des Tumors bremsen und ihn möglichst verkleinern soll. Ob vor der geplanten Operation zusätzlich eine Chemotherapie nötig ist, soll sich Mitte November entscheiden.
Die Behandlung bringt für Sarah allerdings auch einige körperliche Veränderungen mit sich. Durch die Antihormontherapie wurden bei ihr künstlich die Wechseljahre eingeleitet. Erst kürzlich berichtete die Moderatorin, dass sie vermutlich ihre letzte Menstruation erlebt habe – inklusive Regelschmerzen. Zusätzlich zu den Medikamenten gegen den Tumor nehme sie derzeit insgesamt "zwei Hände voll" Tabletten. Auch ihre Antidepressiva, die sie zuvor "aus Eitelkeit" abgesetzt hatte, nimmt sie angesichts der psychischen Belastung wieder ein. Wie sehr ihr die Diagnose zusetzt, verschweigt Sarah nicht. Der Krebs sei "psychisch ein Haufen Scheiße", erklärt sie im Podcast. Trotzdem versucht die 47-Jährige, sich selbst bei anstrengenden MRT-Terminen ein Stück Normalität zu bewahren. Statt bequemer Kleidung setzt sie dabei auf auffällige Outfits. "Ich mache richtig Roter-Teppich da drin", scherzt sie.























