

Anne Menden und Co: Die GZSZ-Stars erlebten digitale Gewalt
Falschmeldungen, Fakebilder und Hasskommentare – was im Netz passiert, bleibt längst nicht im Netz. Das mussten die beiden GZSZ-Darstellerinnen Anne Menden (41) und Josefin Bressel am eigenen Leib erfahren. Gegenüber RTL sprechen die Schauspielerinnen nun offen darüber, wie sehr digitale Gewalt ihren Alltag belastet hat. Josefin stieß auf Facebook auf die Nachricht, sie sei nach langer Krankheit verstorben – eine komplett erfundene Meldung. Über Anne wiederum kursierte mithilfe eines manipulierten Krankenhausbildes die Behauptung, sie habe eine Fehlgeburt erlitten. Die Lüge erreichte nicht nur Follower, sondern auch Angehörige und Bekannte. Einige Menschen sprachen ihr und ihrem Partner Gustav Masurek (37) sogar ihr Beileid aus. Gustavs Vater wurde zudem an seinem Arbeitsplatz auf den vermeintlichen Verlust angesprochen. Für Anne hatte die Falschmeldung schwere Folgen. "Ich habe an dem Tag so viel geweint und habe nächtelang nicht schlafen können, weil mich das richtig verfolgt hat", schildert die Schauspielerin im Gespräch mit dem Sender.
Für Josefin war die Meldung über ihren angeblichen Tod eine klare Grenzüberschreitung. "Das betrifft das wahre Leben, damit macht man einfach keine Witze", stellt sie gegenüber RTL klar. Doch es blieb nicht bei erfundenen Geschichten und manipulierten Bildern: Beide Darstellerinnen berichten auch von Beleidigungen und Drohungen. Anne erzählt von sexuellen Übergriffen im Netz bis hin zu Morddrohungen. Ein Fall wurde so ernst, dass sie und Gustav zur Polizei gingen, Kameras und Alarmsysteme installierten und ihren Alltag rund drei Wochen lang massiv einschränkten. Die Schauspielerin fuhr zeitweise nicht mehr allein zur Arbeit, teilte ihren Live-Standort und ging morgens erst bei Tageslicht mit dem Hund vor die Tür. Gustav sagte sogar Fahrten ab, um sie nicht allein zu lassen. Mit Blick auf die Hasskommentare findet Anne deutliche Worte: "Ich habe nirgendwo einen Vertrag unterschrieben, dass man mich beleidigen darf."
Für Josefin hat das Thema inzwischen auch eine berufliche Komponente: Ihre Serienfigur Alicia wird in der aktuellen Handlung ebenfalls mit digitaler Gewalt konfrontiert. Die Serie arbeitet dabei mit der Organisation HateAid zusammen, um auf die Folgen von Hass, Fakes und Bedrohungen aufmerksam zu machen und Betroffenen Wege zu Unterstützung aufzuzeigen. Privat versucht die Schauspielerin, Angriffe zu ignorieren oder die Verfasser zu blockieren. Manchmal antwortet sie aber auch auf Direktnachrichten oder greift Kommentare in ihren Reels auf – und erlebt dann häufig, dass sich andere Nutzer mit ihr solidarisieren. Mit ihren offenen Worten möchte die Schauspielerin Menschen in ähnlichen Situationen ermutigen. "Es gibt digitale Gewalt im Netz, man kann dagegen vorgehen, man muss sich nicht schämen", erklärt sie gegenüber RTL. Anne schließt sich dieser Botschaft an und macht ebenfalls deutlich: "Ihr seid nicht allein und habt jedes Recht, euch zu wehren."























