Jason Alexander brauchte wegen "Seinfeld" eine Therapie
Jason Alexander (67) hat der plötzliche Weltruhm durch die Kultserie "Seinfeld" psychisch stark zugesetzt. Seine Rolle als George Costanza machte aus dem erfolgreichen Schauspieler einen internationalen Star – doch mit dieser gewaltigen Veränderung kam er nicht allein zurecht. Im Podcast "Build or Break" sprach Jason nun mit Daniel Lubetzky offen darüber, wie er den Höhepunkt seiner Karriere bewältigte. Seine knappe Antwort lautete: "Therapie." Als sein Gesprächspartner nachhakte, ob er wirklich therapeutische Hilfe in Anspruch genommen habe, stellte Jason klar: "Darauf kannst du wetten. Ich war schon in Therapie, während es passierte." Den Wandel vom erfolgreichen Schauspieler zum internationalen Star beschrieb er als überwältigende Erfahrung. "Der Übergang davon, in seinem Beruf erfolgreich zu sein, hin zu internationaler Berühmtheit – ich sage dir, es ist mir egal, wie gut du erzogen wurdest oder wer du bist, du wirst eine Therapie brauchen. Das ist totaler Mindfuck", erklärte er im Podcast.
Ursprünglich hatte Jason weder von einer Karriere im Fernsehen noch von großen Filmrollen geträumt. Für den in New Jersey aufgewachsenen Darsteller bestand das wichtigste Ziel darin, den Hudson River zu überqueren und am Broadway in New York aufzutreten. Diesen Wunsch erfüllte er sich bereits mit 21 Jahren. Noch vor seinem 30. Geburtstag erhielt er zudem einen Tony Award. Erst danach öffneten ihm Produktionen wie "Pretty Woman" und vor allem "Seinfeld" Türen, die er nie erwartet hätte, samt finanziellem Wohlstand und der Möglichkeit, seine Familie abzusichern. Dass dieser Erfolg irgendwann nachlassen würde, habe er von Anfang an einkalkuliert. Nach dem Serienende habe er dem Ruhm deshalb nicht hinterhergetrauert, sondern sich eher darüber gewundert, ihn überhaupt erlebt zu haben.
Von 1989 bis 1998 spielte Jason Alexander den neurotischen George Costanza. Dabei stand er unter anderem mit Jerry Seinfeld (72) und Julia Louis-Dreyfus (65) vor der Kamera. Hinter den Kulissen verlief die Zusammenarbeit offenbar nicht immer reibungslos. Julia berichtete zuletzt von zahlreichen Spannungen während der Dreharbeiten. Der hohe Anspruch des Casts und der Serienschöpfer sowie der gemeinsame Wunsch, die bestmögliche Comedy abzuliefern, hätten immer wieder zu Konflikten geführt. Jasons Sorge, nach der Kultrolle keine Arbeit mehr zu finden, bestätigte sich am Ende übrigens nicht. Der Schauspieler blieb auch nach dem Serienfinale aktiv und übernahm unter anderem Nebenrollen in "Schwer verliebt" und in der Serie "The Marvelous Mrs. Maisel".























