Für Russell Brand (51) hat ein düsteres Kapitel begonnen: Nach den Schuldsprüchen wegen Vergewaltigung und dreier sexueller Übergriffe verbrachte der Schauspieler nun seine erste Nacht hinter Gittern. Direkt nach dem Urteil am Donnerstag brachte man ihn vom Gericht in ein Londoner Hochsicherheitsgefängnis. Wie The Sun berichtet, musste der Comedian bei seiner Ankunft seine Kleidung abgeben, ehe eine Leibesvisitation sowie ein Körperscan folgten. Anschließend drückte man ihm graue Häftlingskleidung und genau eine Rolle Toilettenpapier in die Hand. "Die erste Nacht im Gefängnis ist für jeden wirklich beängstigend – und Brand hatte panische Angst", offenbarte ein Insider gegenüber dem Blatt. Unter dauerhafter Beobachtung der Wachen verbrachte Russell die Nacht mutmaßlich bei einem ungenießbaren Mikrowellengericht – einzig versüßt durch einen streng limitierten Drei-Minuten-Anruf.
Auf der Aufnahmestation erhielt der Brite ein Basispaket mit Hygieneartikeln, Tee, Müsli und kleinen Extras wie Pfefferminzbonbons. Weitere Telefonate sind vorerst gestrichen, da jede Rufnummer erst in einem tagelangen Prüfprozess freigeschaltet werden muss. Bei einem Aufnahmegespräch erkundigten sich Mitarbeiter nach seinem psychischen Befinden und klärten, ob er eine Gefahr für sich selbst darstellen könnte. Neben weiteren speziellen Bedürfnissen wurden auch Russells religiöse Überzeugungen erfasst, woraufhin man ihm eine E-Zigarette und eine Bibel aushändigte. Wie TMZ meldet, lehnte Richter Joel Bennathan eine Kaution ab und stellte bereits eine "erhebliche Haftstrafe" in Aussicht, deren genauer Umfang am kommenden Montag verkündet wird. Eine spätere Verlegung in ein Spezialgefängnis für Sexualstraftäter gilt als wahrscheinlich.
Während des vierwöchigen Prozesses war Ehefrau Laura nicht von der Seite ihres Mannes gewichen und hatte öffentlich zu ihm gehalten. Vor Gericht beschrieb sie ihn als wunderbaren Vater und als "großartigen, aufmerksamen Ehemann". Berichten zufolge dürfte auch das dreiminütige Telefonat aus dem Gefängnis ihr gegolten haben. Wen Russell tatsächlich anrief, ist allerdings nicht bestätigt. Der Schauspieler hatte alle Vorwürfe bestritten. Zwar räumte er ein, früher ein promiskuitives Leben geführt zu haben, betonte jedoch, ausschließlich einvernehmlichen Sex gehabt zu haben. Die Geschworenen sahen die Schuld in vier Anklagepunkten jedoch als erwiesen an, während sie ihn von drei weiteren Vorwürfen freisprachen. Die Taten gegen insgesamt vier Frauen ereigneten sich im Zeitraum zwischen 2004 und 2009 und wurden von der Metropolitan Police in umfangreichen Ermittlungen aufwendig rekonstruiert.
























