Zwei Psychothriller mit einem auffallend ähnlichen Grundgerüst: Wer "Verity" und "The Housemaid" gesehen hat, dürfte einige Parallelen bemerkt haben. Wie The Independent berichtet, fällt das auch vielen Kritikern und Zuschauern auf. In beiden Filmen steht eine junge Frau im Mittelpunkt, die finanziell angeschlagen oder innerlich verunsichert ist. Sie nimmt einen Job bei einer wohlhabenden Familie an und zieht dafür in ein luxuriöses, abgelegenes Anwesen. Die Protagonistin findet sich dort schnell in einem komplizierten Gefühlsgeflecht wieder. Einerseits ist da ein attraktiver und charmanter Ehemann, andererseits dessen geheimnisvolle, dominante Frau. In beiden Fällen entwickelt sich aus dem ursprünglichen Arbeitsverhältnis mehr – entweder eine Affäre oder eine intensive emotionale Abhängigkeit. "The Housemaid" kam bereits 2025 in die Kinos. "Verity" folgte in diesem Jahr. Doch die Bücher, auf denen die Filme basieren, erschienen in genau umgekehrter Reihenfolge: 2018 veröffentlichte Colleen Hoover (46) "Verity", während "The Housemaid (auf Deutsch: "Wenn sie wüsste") von Freida McFadden im Jahr 2022 erschien.
Doch die Parallelen beschränken sich nicht allein auf die Ausgangssituation. Hinter der makellosen Fassade beider Familien verbergen sich schwere Traumata, mögliche Intrigen und streng gehütete Geheimnisse. Im Laufe der Handlung werden die Hauptfiguren immer wieder dazu gebracht, ihre bisherigen Überzeugungen zu hinterfragen – und auch das Publikum muss sich fragen, was tatsächlich der Wahrheit entspricht. Hinzu kommt, dass beide Filme auf überraschende Enthüllungen setzen und ihr Publikum gegen Ende mit großen Plottwists konfrontieren. Laut dem Newsportal sehen Kritiker und Kinogänger in "Verity" deshalb einen Film, der stark an die Erfolgsformel von "The Housemaid" anknüpft. Im direkten Vergleich schneidet der Thriller aus dem Jahr 2025 bei vielen allerdings besser ab. Sie empfinden die Wendungen und den Spannungsaufbau dort als packender umgesetzt.
Für zusätzlichen Zündstoff sorgte bei "Verity" allerdings ein Detail, das im Kino fehlte: Ein Bonuskapitel aus einer späteren Buchausgabe führte die Geschichte rund ein halbes Jahr nach dem ursprünglichen Epilog weiter. Lowen und Jeremy hatten sich nach Veritys Tod mit den Kindern nach North Carolina zurückgezogen. Doch die vermeintliche Familienidylle bekam einen grausamen Riss. Als die frühere Nachbarin Patricia Fragen zu Lowens Schwangerschaft und den Geschehnissen nach Veritys Tod aufwarf, ertränkte Jeremy sie im Meer. Lowen beobachtete den Mord – und redete ihn sich aus Angst schließlich selbst als notwendig schön.























