Zu grausam? Neuer "Tribute von Panem"-Film streicht Szene

Zu grausam? Neuer "Tribute von Panem"-Film streicht Szene

- Julia Geißenhöner
Lesezeit: 2 min
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In weniger als zwei Wochen startet "Die Tribute von Panem – Sunrise on the Reaping" in den deutschen Kinos und leitet eine neue Panem-Ära ein. Der Film basiert auf einem der beiden Prequels, die Autorin Suzanne Collins im Nachklang zur originalen Trilogie geschrieben hat. Wie kino.de nun berichtet, wird eine besonders brutale Szene aus der Buchvorlage im Film allerdings fehlen. Im Buch stirbt die erst zwölfjährige Tributin Wellie aus Distrikt 6 während der 50. Hungerspiele auf grausame Weise: Sie wird mit einer Axt enthauptet. Anschließend hält eine Figur den abgetrennten Kopf des Mädchens fest. Regisseur Francis Lawrence entschied sich, diesen Moment nicht in die Kinofassung zu übernehmen. Darüber sprach er jetzt im Interview mit Entertainment Weekly. Der Grund für die Streichung ist die angestrebte Altersfreigabe: Eine derart drastische Darstellung hätte sich nicht mit einer Freigabe ab zwölf Jahren vereinbaren lassen.

Die Verfilmung der Bücher war für Francis schon immer eine Gratwanderung. Suzanne legte großen Wert darauf, die Welt der Tribute ohne jede Verschönerung zu schildern. Sie wollte damit ein Zeichen setzen und ihre Leser emotional mitreißen. Jedoch sollen die Filme auch ein jüngeres Publikum ansprechen. "Wir müssen die Filme lediglich auf eine FSK-12-Freigabe umstellen. Es gibt also bestimmte Dinge, die sie im Buch beschreibt, die ich niemals in die Filme einbauen könnte. An einer Stelle im Buch hält eine Figur den Kopf eines Kindes fest, und das ist einfach nichts, was man in einem FSK-12-Film zeigen kann", sagte der Regisseur gegenüber Entertainment Weekly. Dennoch wird es dem Film nicht an Emotionalität fehlen, denn die zentralen Themen und tragischen Momente zwischen den Charakteren bleiben ja bestehen. "Wir gehen aufs Ganze", versprach Francis dem Magazin mit Blick auf die Intensität des Films.

"Sunrise on the Reaping" spielt rund 25 Jahre vor den Ereignissen der ursprünglichen Filmreihe. Im Mittelpunkt steht die Vergangenheit von Haymitch Abernathy, der in der Haupttrilogie als verbitterter und zynischer Mentor auftritt. Damals wurde er von Woody Harrelson (65) verkörpert. Im Prequel übernimmt Joseph Zada (21) die Rolle des jungen Haymitch, der bei den 50. Hungerspielen antreten muss. Bei der Premiere erzählte er gegenüber Promiflash, dass auf ihm aufgrund der Bekanntheit des Franchises schon viel Druck laste. Allerdings versuchte er, den Film einfach wie jeden anderen Job auch zu betrachten, und gab jeden Tag sein Bestes.

Joseph Zada bei der Premiere von "Die Tribute von Panem: Sunrise on the Reaping" im Berliner Zoo Palast
Imago
Joseph Zada bei der Premiere von "Die Tribute von Panem: Sunrise on the Reaping" im Berliner Zoo Palast
Filmplakat von "The Hunger Games: Mockingjay"
ActionPress
Filmplakat von "The Hunger Games: Mockingjay"
Mckenna Grace, Joseph Zada und Whitney Peak bei der Premiere von "Sunrise on the Reaping" im Berliner Zoo Palast
Imago
Mckenna Grace, Joseph Zada und Whitney Peak bei der Premiere von "Sunrise on the Reaping" im Berliner Zoo Palast
Welche Richtung sollte "Sunrise on the Reaping" eurer Meinung nach bei der Altersfreigabe einschlagen?