Mirja Boes (55) lässt sich von der Kritik an ihrem früheren Ballermann-Hit "20 Zentimeter" offenbar nicht aus der Ruhe bringen. Seit Mai 2026 steht der Song auf einer Liste mit problematischen Festliedern für die Erlanger Bergkirchweih. Die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Erlangen stufen den Song als sexistisch ein. Die Komikerin hatte ihn im Jahr 2000 unter ihrem Künstlernamen Möhre herausgebracht. Aus der Ruhe bringt die Einordnung die Entertainerin allerdings nicht, ganz im Gegenteil. Im Podcast "Betreff: Leben" von "Bergdoktor"-Star Hans Sigl (57) verrät Mirja nun, wie sie auf diese Einordnung reagierte: "Ich war stolz." Viel Verständnis für die Kritik an ihrem Partyklassiker bringt Mirja trotzdem nicht auf. Zwar habe sie den Song damals selbst gesungen, im echten Leben habe sie dessen Inhalt aber keineswegs zum Maßstab gemacht. Sie sei schließlich nie "mit einem Maßband durch den Alltag gegangen", stellt die Entertainerin, die bei der Sonnenfinsternis in diesem Jahr ganz sentimental wurde, augenzwinkernd klar.
Ein offizielles Verbot ist die Liste nicht. Wie BR24 berichtet, wurden die Festwirte in einem Schreiben lediglich darum gebeten, freiwillig auf insgesamt zwölf Titel zu verzichten. Mit der Aktion möchte die Stadt Erlangen auf frauenfeindliche, sexistische und gewaltverherrlichende Textstellen aufmerksam machen. Ziel sei es, dass die Bergkirchweih "ein sicheres, respektvolles und fröhliches Ereignis für alle" bleibe, zitiert BR24 die Stadt. Als Mirja Boes von der Liste erfuhr, suchte sie noch am selben Tag den Austausch mit ihrem Kollegen Mickie Krause (56). Der Partysänger sei ihr Trost gewesen, scherzt sie im Podcast. Schließlich finden sich gleich vier seiner Lieder auf dem Index. Außerdem gehören unter anderem "Skandal im Sperrbezirk" von der Spider Murphy Gang und "Layla" von DJ Robin (30) & Schürze zu den beanstandeten Titeln.
Mirja ist nicht die Erste, deren Song wegen seines Inhalts Ärger bekommt. Schon 2025 machte ein ähnlicher Fall um Vincent Gross (30) Schlagzeilen. Der Schlagersänger wollte seinen Titel "Camping" in der ARD-Sendung Immer wieder sonntags als Überraschung für seine Fans präsentieren. Nach der Generalprobe schritt jedoch die Sendeleitung ein. "Mir wurde gerade ein Song vom SWR verboten, weil er zu 'anzüglich' ist", schrieb Vincent damals in den sozialen Medien. Aus seiner Sicht bot der Text keinen Anlass für die Reaktion des Senders. Auch gegenüber Blick zeigte der Musiker wenig Verständnis für die Entscheidung: "Faktisch geht es im Refrain um einen rüttelnden Campingwagen. Jedem ist die Interpretation selbst überlassen." Ein anzügliches Wort komme in dem ganzen Lied nicht vor, betonte der Sänger. "Von dem her versteh ich das Drama nicht", fügte er hinzu.

























