Gute Neuigkeiten für Rammstein: die Band darf ihr umstrittenes Album "Liebe ist für alle da" wieder in der Originalversion an Kinder und Jugendliche verkaufen. Die Platte wurde im November von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPSJM) auf den Index gesetzt.

Seit Anfang Juni ist der Index gestrichen, da das Management der Band Klage gegen die Entscheidung eingereicht hatte. Das Verwaltungsgericht Köln befand nämlich, dass wichtige inhaltliche Aspekte bei der Indizierungsentscheidung nicht berücksichtigt wurden. Vor allem der Song "Ich tu dir weh" stieß auf heftige Kritik des Ausschusses. Dieser befand, dass das Lied Gewalt verherrlicht und zu ungeschütztem Sex animieren würde.

Ein Auszug aus dem neuen Beschluss: "Keinen hinreichenden Beleg liefert der Entscheid der BPS zudem für den Vorwurf, das Lied stelle in befürwortender Art und Weise dar, wie einem anderen Menschen ohne jegliches Mitgefühl und ohne jede Reue seitens der handelnden Person schlimmste Schmerzen und Verletzungen zugefügt würden. Soweit sich die BPS auf vermeintlich befürwortende Passagen (...) bezieht, unterlässt sie einerseits eine Rückbeziehung auf das immer wieder betonte künstlerische Stilmittel der Gruppe R., ihre Texte aus Sicht des "Bösen" darzubieten, ohne damit die Übernahme dieser Rolle als erstrebenswert zu propagieren..."

Rammstein auf dem Echo 2011
Getty Images
Rammstein auf dem Echo 2011
Till Lindemann in Sydney
Getty Images
Till Lindemann in Sydney
Rammstein und Marilyn Manson bei einem Konzert in Berlin 2012
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Rammstein und Marilyn Manson bei einem Konzert in Berlin 2012


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