Tine Wittlers (38) nächster Problemfall lässt nicht lange auf sich warten. In der zweiten Folge macht sich die Wohnexpertin auf den Weg nach Berlin-Rudow, zu dem 68 Jahre alten Rentner Heinz Jörg, der für sein Leben gerne Modelle jeglicher Art baut und dabei ist, sein ganzes Haus mit seiner Leidenschaft vollzumüllen. Aber die Unordnung in Heinz Jörgs Haus kommt nicht von ungefähr. Auch hinter diesem schweren Messie-Schicksal verbirgt sich eine traurige Geschichte.

Vor mehr als 20 Jahren hatte der Rentner den Bungalow für sich und seine Familie gebaut. Mit seiner großen Liebe Irmgard zog er in seinem Traumhaus die zwei Töchter Michaela und Tanja groß. Alle schwärmen bis heute noch von dem glücklichen Familienleben, dass sie lange Zeit hinter den Mauern des Hauses führten. Bis eines Tages Mutter Irmgard nicht mehr in der Lage war, den Müll, den ihr Mann produzierte, wegzuschaffen. Lange wusste keiner warum, bis herauskam, dass die geliebte Mutter unter unheilbarem Brustkrebs litt und bereits nach wenigen Wochen verstarb. Nach dem Tod seiner Frau und dem Auszug seiner Töchter war Heinz Jörg vollkommen überfordert. Der einzige Halt für den Rentner und gleichzeitig auch Verbindung in die Vergangenheit, war Familienhund Charly. Als auch der treue Hund vor einigen Wochen verstarb, brach für den Rentner eine Welt zusammen. Die Töchter riefen deshalb das Team von „Einsatz in 4 Wänden“, um ihren Vater endlich von all dem Ballast, der ihn in dem Haus erdrückt, zu befreien.

Bei der Hausbesichtigung mit Tine kommen dem Bastelliebhaber immer wieder Tränen, weil ihn jede Kleinigkeit an seine Frau erinnert. Deshalb fällt es ihm sichtlich schwer, sich von all den Sachen zu trennen. Aber mit Tines Hilfe gelingt es ihm schließlich, eine Entscheidung zu treffen. Die wichtigsten Modelle, die ihm sehr am Herzen liegen, werden sorgfältig verpackt und der Rest kommt dahin wo er hingehört: auf den Müll. Nachdem Rentner Heinz Jörg in eine Zwischenunterkunft gebracht wurde, nimmt Tine noch einmal die Küche genauer unter die Lupe. Kaum zu glauben, dass der Rentner hier seiner Kochleidenschaft frönen konnte. Ein vollkommen vom Schimmel zerfressenes Brot zerbröselt sofort zwischen Tines Fingern und auch einen funktionierenden Wasseranschluss sucht man in dieser Küche vergebens.

Während der Bauarbeiten genießt der Rentner endlich wieder einmal die Zeit mit seinen Töchtern und seiner Enkelin Nathalie. Ein Ausflug auf den Reiterhof, die Zubereitung eines ausgiebigen Festmahls für seine Töchter und viel Zeit mit Enkelin Nathalie, lassen dem Rentner wieder das Herz aufgehen. Und so schafft er es auch das Schiffsmodell fertigzustellen, dass er seit dem Tod seiner Frau nicht mehr anrühren konnte. Mit der Unterstützung seine Enkeltochter stellt er die „Victory“ nach vielen Jahren fertig.

In dem Bungalow des Rentners sind während dessen die Umbauarbeiten in vollem Gange und für seine ganzen Modelle bekommt Rentner Heinz Jörg sogar einen neuen Anbau, wo er außerdem Platz für eine eigene Bastelwerkstatt haben wird. Auch die Schlafzimmermöbel, die dem Rentner so viel bedeuten, weil es die Lieblingsmöbel seiner Frau waren, finden einen Platz im neu gestalteten Schlafzimmer. Aber nicht nur an Rentner Heinz Jörg haben Tine und ihr Team gedacht. Auch Enkelin Nathalie bekommt bei ihrem Opa ein eigenes Zimmer, so dass sie ihn wann immer sie will besuchen kommen kann.

Und dann kommt Tine mit dem krönenden Abschluss auf dem Arm herein: ein neuer Familienhund für den Bastel-Opa. Der nimmt Tine beherzt in den Arm und bedankt sich für die tolle Arbeit. Wir hoffen, dass Rentner Heinz Jörg das Leben in seinem neuen Heim nun auch genießen kann!


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