Star-Regisseur Roman Polanksi (80) ist neben seinen zahlreichen Erfolgsfilmen vor allem für die dunklen Kapitel in seiner Vergangenheit bekannt. Vor über dreißig Jahren vergewaltigte er ein damals 13-jähriges Mädchen und wurde 2009 medienwirksam für seine Tat festgenommen. Nachdem sein Opfer Samantha Geimer sogar darum bat, das Verfahren gegen ihn einzustellen, verblüffte die mittlerweile 50-Jährige in ihren Memoiren mit weiteren Details des Tathergangs. Was den meisten Lesern besonders unverständlich erscheinen dürfte: Sie hat ihrem Vergewaltiger verziehen!

"So verschieden unsere Leben auch sind, sind wir beide müde geworden, was die ständigen Kämpfe vor Gericht und in den Medien angeht. Wir sind beide bestraft worden. Wir wollen beide weitermachen. Wir können beide als Opfer angesehen werden", schrieb Samantha über Roman Polanski. Obwohl dieser Mann ihr so viel Leid angetan hat, will sie sich nicht mehr mit Hass-Gedanken quälen und endlich mit ihrem Schicksal abschließen. "Wenn man sein Leben lang Hass in seinem Herzen trägt, ist man selbst der Einzige, den man damit verletzt. Ich habe ihm nicht seinetwegen vergeben. Ich habe es für mich getan. Vergeben ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein Zeichen der Stärke", wird Samantha von RadarOnline zitiert.

Mit diesen offenen Worten verwirrte sie vor allem diejenigen, die immer noch hoffen, dass Roman Polanski seine gerechte Strafe für die Vergewaltigung bekommt. Samantha kann dieses Entsetzen zwar verstehen, aber für sie ist es die Hauptsache, endlich mit dem jahrelangen Schmerz abzuschließen.

Bulls / Scope Features
Los Angeles Times
Roman PolanskiLia Toby/WENN.com
Roman Polanski


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