Seit gestern Morgen musste Oscar Pistorius (27) auf der Anklagebank bangen. Wie würde das Gericht darüber urteilen, dass er vor anderthalb Jahren seine damalige Freundin Reeva Steenkamp (✝29) erschossen hat? Bereits am Donnerstag hatte Richterin Thokozile Masipa mit der Urteilsbegründung begonnen und ausführlich dargelegt, wieso sie sowohl Mord als auch vorsätzliche Tötung ausschließt. Die endgültige Entscheidung wurde schließlich auf den heutigen Freitag vertagt. Gerade eben hat das Gericht sein Urteil gegen Oscar Pistorius bekannt gegeben: Es lautet fahrlässige Tötung!

Seit März dieses Jahres wurde gegen Pistorius an 41 Tagen vor dem Obersten Gericht der Provinz Gauteng in Pretoria verhandelt. 36 Zeugen wurden gehört, darunter Nachbarn, Ermittler, Forensiker und Psychiater. Doch hundertprozentige Klarheit darüber, was in der Nacht zum Valentinstag 2013 passiert ist, herrschte bis zuletzt nicht. Sicher ist nur, dass Oscar Pistorius durch die geschlossene Badezimmertür vier Schüsse abgegeben und dabei seine frühere Lebensgefährtin tödlich getroffen hat. Der beinamputierte Athlet hat stets bestritten, dass er Reeva habe töten wollen. Er habe geglaubt, er schieße auf einen Einbrecher, und habe die Schüsse auch nur versehentlich abgegeben. Das hat ihm Richterin Masipa allerdings nicht abgekauft.

Welches Strafmaß Oscar Pistorius nun zu erwarten hat, wird erst in einigen Wochen entschieden. Auf fahrlässige Tötung stehen in Südafrika bis zu 15 Jahre Gefängnis.

Oscar Pistorius bei einem Event in London, 2012
Getty Images
Oscar Pistorius bei einem Event in London, 2012


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