In den 70er Jahren war Egon Bahr Bundesminister und außerdem jahrelang Pressesprecher und ein enger Vertrauter von Willy Brandt. Mit seinen Ideen prägte er die Deutschlandpolitik maßgeblich. In der Nacht zum Donnerstag ist das Politik-Urgestein nun verstorben.

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Egon Bahr erlag letzte Nacht im Alter von 93 Jahren einem Herzinfarkt. Das berichtet Bild. "Egon Bahr war ein großer Politiker. Mit ihm verliert die SPD eine große Persönlichkeit", schrieb die SPD-Fraktion im Europaparlament auf Twitter. Das Leben des Sozialdemokraten war von politischen Erfolgen geprägt: Er war entscheidend an der Entspannungspolitik mit dem Osten beteiligt und prägte den Begriff "Wandel durch Annäherung". Von 1966 bis 1969 war Bahr Botschafter und als Ministerialdirigent Leiter des Planungsstabes im Auswärtigen Amt. Nach der Wahl 1969 wurde er Staatssekretär im Kanzleramt und Bevollmächtigter der Bundesregierung. In dieser Funktion wirkte er als Unterhändler in Moskau und Ost-Berlin maßgeblich am Moskauer Vertrag, Warschauer Vertrag, Transitabkommen sowie dem Grundlagenvertrag mit. Egon Bahr hinterlässt drei Kinder und eine Ehefrau.

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