Nach dem Tod von Heavy-Metal-Legende Lemmy Kilmister (✝70), dem Frontmann der Rockband Motörhead, trauert ganz Deutschland nun um den Kult-Sänger Achim Mentzel. Der Ostberliner Entertainer verstarb im Alter von 69 Jahren überraschend, hinterlässt eine trauernde Ehefrau sowie zahlreiche entsetzte Freunde und Kollegen. Über die sozialen Netzwerke brachten die Liebsten des DDR-Stars nun ihren Kummer zum Ausdruck.

Achim Mentzel
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Achim Mentzel

Achim war nicht jedem auf Anhieb koscher: An das zerzauste Haar, die Hamsterbäckchen und das ansteckende Grinsen unter dem Schnauzer musste sich manch einer erst gewöhnen. Oliver Kalkofe (50) kann da aus Erfahrung sprechen, denn zu Beginn der Karriere des Spreewaldgurken-Song-Interpreten machte sich der Satiriker noch über ihn lustig. Mit den Jahren entwickelte sich zwischen den Männern allerdings eine Freundschaft, wie der sentimentale Abschieds-Beitrag auf seiner Facebook-Seite verrät: "Alter Freund, ich vermisse Dich! Du hast mir den Glauben an die Menschheit (beim Fernsehen) wieder gegeben. Danke für alles - Dein Kalki vermisst dich jetzt schon ganz furchtbar! Was sollen wir ohne dich machen?"

Florian Silbereisen und Achim Mentzel
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Florian Silbereisen und Achim Mentzel

Während seiner Karriere machte Achim auch Bekanntschaft mit dem Schlagersänger Florian Silbereisen (34), den der Tod der Frohnatur schwer trifft. "In seiner Show hatte ich meinen ersten Auftritt beim MDR, meinem heutigen 'Heimatsender'. Ich bin ganz traurig! Servus, Achim!", lautet der Post auf seinem Account. Und auch seine damalige Let's Dance-Tanzpartnerin Sarah Latton (36) trifft das Ableben des Künstlers sehr: "Lieber Achim, Du hast nicht nur Kühe zum Fliegen gebracht, sondern auch mir viel beigebracht und so viel Lachen & Freude geschenkt. R.I.P."

Achim Mentzel und Sarah Latton
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Achim Mentzel und Sarah Latton

Besonders rührend sind aber wohl die Worte des Tagesschau-Moderatoren Jens Riewa, der während der Sendung die traurige Nachricht verkünden musste: "Es gibt als Sprecher der 'Tagesschau' Momente, in denen man innerlich besonders um Fassung ringt. Ich habe bewusst einen Moment länger gewartet, bis es zur nächsten Nachricht ging, eine kleine Sekunde des Respekts für einen tollen Künstler. Tschüß, Hamsterfresse", schrieb er auf der Plattform.

NDR/Dirk Uhlenbrock