"Stranger Things"-Broadway-Stück wird für Netflix gefilmt
Netflix macht den Broadway zum Heimkino: Das Stranger Things Bühnenstück "Stranger Things: The First Shadow" wird verfilmt und soll schon bald als Stream erscheinen. Gedreht wird aktuell in New York – und zwar hinter verschlossenen Türen, während die regulären Vorstellungen pausieren. Die Produktion läuft seit einem Jahr am Broadway und spielt sich, befeuert vom Start der fünften Staffel der Serie, Abend für Abend vor ausverkauftem Haus. Mit an Bord ist noch das gefeierte Original-Ensemble, darunter der Tony-Nominierte Louis McCartney als Henry Creel, bevor mehrere Hauptdarsteller die Show Ende März verlassen. Für alle, die live dabei sein wollen, gibt es ein Datum zum Einrahmen: Ab dem 15. Februar öffnet sich der Vorhang für das Publikum wieder.
Bestätigt hat das Vorhaben das Branchenblatt The Hollywood Reporter, das meldet, öffentliche Vorstellungen fielen in dieser Woche aus, während das Team die Inszenierung für die Kameras einfängt. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Das Interesse an der düsteren Hawkins-Story ist zuletzt sprunghaft gestiegen, die Kassen sind voll, die Abende ausverkauft. Die Verfilmung soll das Momentum nutzen und die Broadway-Magie konservieren, bevor die erste Besetzung aussteigt – unter ihnen, wie bekannt gegeben, mehrere Leads zum 29. März. Ein echtes Fan-Bonbon gab es zudem kürzlich auf der Bühne: Jamie Campbell Bower (37) überraschte mit einem Gastauftritt, was in den sozialen Medien für Begeisterung sorgte.
Inhaltlich führt das Prequel die Zuschauer nach Hawkins im Jahr 1959, wo Familie Creel neu anfängt und Teenager Henry auf Freundschaft, eine Schulbühne und eine unheimliche Serie von Verbrechen trifft. "Wurden Monster geboren… oder erschaffen?" fragt die Stückbeschreibung und spannt damit den Bogen zum Serien-Mythos rund um das Dunkel im Innern und die Kraft von Freundschaft. Abseits der großen Effekte lebt die Produktion von Nähe: Fans berichten von einem intensiven Ensemble-Gefühl, leisen Momenten zwischen den Figuren und einem Henry, der mehr ist als nur Ursprung einer Bedrohung. Für viele "Stranger Things"-Liebhaber ist genau das der Reiz: bekannte Orte, vertraute Namen und doch neue Einblicke in die Vergangenheit von Hawkins, die man gemeinsam im Saal erlebt oder bald zu Hause auf dem Sofa nachfühlen kann.










