Sie sind die wohl umstrittensten Musiker des Landes, geraten immer wieder in den Verdacht, die rechte Szene zu unterstützen, zu feiern, mit ihren Texten zu bedienen. Heimatliebe, Patriotismus, konservative Wertevorstellungen - Frei.Wild muss immer wieder Buh-Rufe bezüglich ihrer angeblichen politischen Neigung einstecken. Und so auch nach ihrem allerersten ECHO-Sieg. Zur Erinnerung: Vor drei Jahren wurden die vier Jungs vom Wettbewerb ausgeschlossen!

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Wer hätte das gedacht, dass nach einer Preisverleihung die Kategorie "Rock/Alternative National" am stärksten diskutiert wird. Doch nach einem überraschenden Sieg von Frei.Wild protestiert das Netz, die Reaktionen könnten deutlicher nicht sein: "Natürlich gewinnen Frei.Wild beim Echo 2016. Die sind ja auch deutscher als Deutsche sich trauen zu sein, aber gerne wieder wären", merkt ein frustrierter Zuschauer an, ein weiterer fügt genervt hinzu: "Frei.Wild bekommt den Echo und Frauke Petry gefällt das." Seit Jahren wird der Band eine rechtsradikale Haltung vorgeworfen. Ob wahr oder nicht - mit ihrem Echo-Erfolg hat sich die Band rund um Sänger Philipp Burger definitiv keine Freunde gemacht.

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Kurios: 2013 waren die Musiker aus Brixen in Italien schon einmal nominiert, doch Kollegen wie Kraftklub sorgten dafür, dass sie von der Liste gestrichen werden.

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