Es war ein trauriges Ende für den beliebten Schauspieler: Ron Lester (✝45) verstarb am Freitag in einem Hospiz im US-amerikanischen Bundesstaat Texas an Nieren- und Leberversagen. Der "Varsity Blues"-Darsteller hatte seit der Kindheit starkes Übergewicht, schaffte es dank einer Magen-OP dann aber, 160 Kilo zu verlieren. Doch glücklich machte ihn seine neue Figur leider nicht.

Ron Lester bei Filmpremiere in L.A.
Kevin Winter / Getty Images
Ron Lester bei Filmpremiere in L.A.

In seinen Filmen spielte er den dicken aber liebevollen Kumpel. Doch nach seiner Gewichtsabnahme blieben offenbar die Rollen aus. In einem Interview mit Grantland erzählt Ron, wie schlecht es ihm damit geht: "Bin ich am Leben? Ja. Bin ich glücklich? Nein. Habe ich meine Karriere weggeworfen, um schlank zu sein? Ja. Ich würde die OP nicht wieder machen. Ich würde lieber glücklich und reich sterben." Ein wirklich trauriges Fazit. Vielleicht hatte ja auch seine psychische Verfassung damit zu tun, dass es ihm plötzlich so schnell schlechter ging.

Szene aus "Varsity Blues"
Rex Features / Rex Features/ActionPress
Szene aus "Varsity Blues"

Aber es gab wohl auch einen Trost für Ron. Als seine Mutter 2006 an Krebs erkrankte, konnte er ihre letzten Monate noch mit ihr verbringen. Hätte er nicht so viel abgenommen, wäre er vielleicht schon nicht mehr am Leben gewesen: "Das ist mein Lohn. Ja, es ist blöd. Ich nenne mich absolut eine ehemalige Berühmtheit. Aber es ist mir egal. Lasst uns mal realistisch sein: Ich habe eine Nische gefüllt. Ich war der lustige, fette Typ."

Ron Lester bei der "Hardball"-Premiere in Hollywood
Daniel Kern/Getty Images
Ron Lester bei der "Hardball"-Premiere in Hollywood