Die Begleitumstände des Todes von Thomas Wagner werden immer mysteriöser. Nur wenige Tage, nachdem der Unternehmer bei einem Flugzeugabsturz in Slowenien ums Leben gekommen ist, meldet nun seine Firma Unister – zu der auch "Ab-in-den-Urlaub.de" und "fluege.de" gehören – Insolvenz an.

Hier starb Thomas Wagner
Essler, Christian (ActionPress)
Hier starb Thomas Wagner

"Das vorläufige Insolvenzverfahren sichert die Handlungsfähigkeit der Gruppe", ließ der vorläufige Insolvenzverwalter Lucas Flöther in einem Statement seiner Kanzlei verlauten. Dabei betrifft die Insolvenz ausschließlich die Holding, nicht aber die operativen Gesellschaften. Der operative Betrieb läuft also normal weiter. Das Unternehmen äußerte sich bisher nicht. Zu Unister gehören über 40 Internetportale. Das Unternehmen beschäftigt deutschlandweit über 1000 Arbeitnehmer. Bereits im Juni 2015 berichteten Medien von der finanziellen Schieflage des Reise-Riesen. Damals sollen sich die Verbindlichkeiten auf 85 Millionen Euro belaufen haben. Auch über Streitigkeiten zwischen den Gesellschaften wurde berichtet.

"Ab in den Urlaub"-Chef Thomas Wagner
Unister
"Ab in den Urlaub"-Chef Thomas Wagner

Unternehmens-Gründer Thomas Wagner und Gesellschafter Oliver Schilling warem am Donnerstag in Slowenien mit einem Flugzeug abgestürzt. Mit an Bord habe sich ein Koffer mit mehreren Millionen Euro befunden. Noch zu Studienzeiten hatte er Unister gegründet. Das Unternehmen erklärte in der vergangenen Woche, die Nachfolge Wagners zeitnah regeln zu wollen. Auf der Unister-Website heißt es: "Wir werden Thomas und Oliver nicht ersetzen können. Aber wir werden Ihr Erbe in Würde bewahren und fortsetzen.“