Auch gut eine Woche nach dem tragischen Tod von Unternehmer Thomas Wagner kommen immer weitere Details ans Licht. Der Unternehmer soll in Venedig Opfer eines Betruges geworden sein. Eine Geschichte, wie aus einem Kriminalroman.

Unister-Chef Thomas Wagner
Unister
Unister-Chef Thomas Wagner

Das berichtete das MDR-Nachrichtenmagazin "Exakt" am Mittwoch. Das Magazin beruft sich dabei auf Eigenrecherchen. Dazu erklärte Marino Pango, Präsident und Sprecher der Kriminalpolizei in Nova Gorica: "Wir haben italienische Dokumente gefunden, die besagen, dass Wagner Opfer eines Betrugs geworden ist, bei dem es um extrem hohe Summen ging." Gleichzeitig räumte er mit dem Gerücht auf, dass der Unternehmer einen Geldkoffer mit an Bord gehabt hätte. Dies stimme nicht. Es wären lediglich 10.000 Schweizer Franken gefunden worden. Dafür soll der Grund für die Reise Wagner nach Venedig geklärt sein. Laut Insidern soll er wegen eines Kreditgeschäfts nach Italien gereist sein. Dabei sei ihm dann Falschgeld untergeschoben worden. Daraufhin hatte er Anzeige bei der örtlichen Polizei erstattet. Gegenüber der BILD-Zeitung wollte eine Polizeisprecher in Venedig die Anzeige nicht bestätigen: "Wir müssen prüfen, was wir zu dieser Sache sagen können." Die Leichen der Absturz-Opfer sind noch nicht identifiziert, da sie bis zur Unkenntlichkeit verbrannt sind. Auch die Unfallursache ist noch nicht geklärt. Manipulation wird allerdings ausgeschlossen, erklärte ein Sprecher der slowenischen Polizei.

Hier starb Thomas Wagner
Essler, Christian (ActionPress)
Hier starb Thomas Wagner

Unister-Gründer Thomas Wagner war am Donnerstag in Slowenien bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Der "Ab-in-den-Urlaub"-Boss betrieb mit seiner Firme zahlreiche Reise-Portale in ganz Deutschland mit mehr als 1000 Angestellten. Anfang der Woche stellte Unister einen vorläufigen Insolvenzantrag. Inzwischen hat auch die Tochterfirma Urlaubstours GmbH Insolvenz angemeldet.