Am Donnerstag wurde bekannt, dass Thomas Wagner, der Chef des Internetportals "Ab in den Urlaub", bei einem Flugzeugabsturz in Slowenien tödlich verunglückte. Der 38-jährige Selfmade-Millionär war mit drei anderen Deutschen auf dem Weg von Venedig nach Leipzig. Jetzt kam heraus, dass Wagner mit einem Koffer voller Geld in den Tod flog.

Unister-Chef Thomas Wagner
Unister
Unister-Chef Thomas Wagner

Der Gründer und alleinige Geschäftsführer des Leipziger Internet-Unternehmens Unister („fluege.de“, „ab-in-den-urlaub.de“) war am Mittwoch mit seinen drei Begleitern nach Italien geflogen. Auf der Rückreise nach Deutschland verbrannten alle vier Insassen des einmotorigen Propellerflugzeugs nach dem Absturz im gebirgigen Gelände 80 Kilometer westlich von Sloweniens Hauptstadt Ljubljana. Nach Informationen der Bild-Zeitung soll Thomas Wagner auf seiner letzten Reise auch mehrere Millionen Euro im Gepäck gehabt haben. Was er damit vorhatte? Unklar! Bei Unister wussten offenbar nur seine engsten Vertrauten von dem Trip nach Venedig. Insidern zufolge sollen die Leipziger einen Termin bei einem venezianischen Geschäftsmann gehabt haben, der sein Geld mit Juwelenhandel und Kreditgeschäften verdient.

Promis wie Reiner Calmund fungierten als Werbegesichter für Wagners Firma
Patrick Hoffmann/WENN.com
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Wie viel Geld Thomas Wagner genau dabei hatte, ist noch nicht bekannt. An der Absturzstelle sollen laut Insidern bisher zwischen einer und vier Millionen Euro gefunden worden sein. Am Flughafen war der Bargeldkoffer, den man laut Gesetz hätte anmelden müssen, scheinbar nicht aufgefallen: Denn in Leipzig tauchen die Namen von Thomas Wagner und seinen Begleitern auf keiner Passagierliste auf. Generell werden Passagiere aus Privatfliegern offenbar weniger streng kontrolliert.

Michael Ballack warb für "Ab in den Urlaub"
WENN
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