Das Thema Doping liegt über den Olympischen Spielen in Rio wie ein schwerer Schatten. Beinahe jede Goldmedaille wird hinterfragt. Beim 200-Meter-Freistil-Schwimmen holte der Chinese Sun Yang nun Gold - und das bringt Rückenschwimmer Camille Lacourt mächtig auf die Palme!

Olympia-Schwimmer Camille Lacourt
Aurelien Meunier / Freier Fotograf (Getty)
Olympia-Schwimmer Camille Lacourt

"Sun Yang pinkelt lila", ätzte der Franzose nach dem Wettkampf. Mit Blick auf das Siegertreppchen legte er nach: "Wenn ich das Podium über die 200 Meter Freistil sehe, will ich mich übergeben." Der Chinese wurde im Mai 2014 positiv getestet und für drei Monate gesperrt. Ein Witz, denn schon ein paar Monate später trumpfte er bei den Asienmeisterschaften wieder groß auf. Mysteriös: Bei den letztjährigen Schwimm-Weltmeisterschaften in Kasan verzichtete er - ohne sich abzumelden - auf einen Start über 1.500 Meter und verließ Russland.

Chad le Clos, Sun Yang, Conor Dwyer (v.l.n.r.)
Clive Rose / Staff (Getty)
Chad le Clos, Sun Yang, Conor Dwyer (v.l.n.r.)

Auch die Ikone Michael Phelps (31), der Schwimm-Mega-Star, gilt als sauber, mischt sich in die Diskussion ein: „Es bricht mir das Herz, und ich wünsche mir, dass jemand etwas dagegen tut. Es zerstört alles, wofür der Sport steht – und das regt mich total auf.“ Bis Samstag wird in Rio noch geschwommen, die Deutschen Medaillenchancen sind eher gering. Bislang gab es in bei den Schwimmern in Rio übrigens noch keinen positiven Dopingtest.

Michael Phelps an Tag 4 bei den Olympischen Spielen in Rio
Pascal Le Segretain / Getty Images
Michael Phelps an Tag 4 bei den Olympischen Spielen in Rio

Welche deutschen Olympionikinnen im Marathon um die Goldmedaille kämpfen, das könnt ihr euch hier anschauen: