Alle Augen waren heute bei den Olympischen Spielen auf Christoph Harting gerichtet: Der Sportler gewann wider Erwarten die Goldmedaille im Diskuswurf. Schon vor dem Finale gab sich Harting gelassen, spielte mit den Kameras, tanzte herum - und dann gewann er die heiß ersehnte Medaille. Bei der Siegerehrung brachte Christoph mit seinem Verhalten dann das Fass zum Überlaufen - und spaltete damit die Gemüter im Netz.

Christoph Harting, Olympia-Gewinner 2016 im Diskurswurf bei der Siegerehrung
Alexander Hassenstein/Getty Images
Christoph Harting, Olympia-Gewinner 2016 im Diskurswurf bei der Siegerehrung

Während die deutsche Nationalhymne lief, alberte der Sieger auf dem Treppchen herum, spielte mit seiner Medaille, pfiff vor sich hin - und genau das ärgerte zahlreiche User: "Noch nie so einen arroganten Affen gesehen. Bei der Siegerehrung war Fremdschämen angesagt. Respekt für seine Leistung, menschlich der größte Idiot unter der Sonne", "Die Leistung von Christoph muss man anerkennen, aber sein Benehmen war unsportlich, so etwas habe ich noch nicht erlebt" und "Gold hin, Gold her... Das entschuldigt aber nicht das schlechte Benehmen, sollte sich an seinem Bruder ein Beispiel nehmen", lauteten die Kommentare der Netz-Gemeinde.

Christoph Harting, Olympia-Gewinner 2016 im Diskurswurf
Ian Walton/Getty Images
Christoph Harting, Olympia-Gewinner 2016 im Diskurswurf

Auch von den sportlichen Kollegen gab es Kritik, Weitspringer Sebastian Bayer fand das Verhalten des Olympiasiegers keineswegs in Ordnung: "Gold im Diskus ist echt super geil!!! Aber für dieses Verhalten schäme ich mich in Deutschland vor dem TV! Sorry, aber dann würde ich lieber auf diese Medaille verzichten... Aber Daniel, du hast es verdient! Super Typ und tolle Leistung!!", hieß sein Statement auf Facebook. Daniel Jasinski gewann heute in derselben Disziplin die Bronzemedaille.

Christoph Harting, Olympia-Gewinner 2016 im Diskurswurf
Alexander Hassenstein/Getty Images
Christoph Harting, Olympia-Gewinner 2016 im Diskurswurf

Doch einige User stellten, trotz des unangebrachten Verhaltens, lieber Christophs sportliche Fähigkeiten in den Vordergrund: "Christoph Harting liebt den Sport und nicht das Drumherum! Meinetwegen kann er auf dem Podium Pfannkuchen backen und rumkaspern, wie er will!" Christoph selbst erklärte kurz nach der Siegerehrung in der Pressekonferenz, dass er kein PR-Mensch sei, sich lieber als Sportler betrachte und es ihm relativ egal sei, was die Anderen von ihm denken würden. Tja, so stark hat bisher wohl noch kein Olympionik polarisiert.

Christoph Harting, Olympia-Gewinner 2016 im Diskurswurf
FABRICE COFFRINI/AFP/Getty Images
Christoph Harting, Olympia-Gewinner 2016 im Diskurswurf

Seht im Clip am Ende des Artikels, welche Sportlerinnen ebenfalls die Chance auf eine Goldmedaille haben.