Literweise Farbe statt passender Darsteller? In England wird derzeit eine weitere Disney-Realverfilmung gedreht. Nach der Neuauflage von Die Schöne und das Biest folgt nun "Aladdin" aus den Märchen aus 1001 Nacht. Produzent Dan Lin versicherte schon zu Beginn, dass keine weißen Schauspieler für die Figuren anderer Herkunft ausgewählt werden würden. Doch das Remake des berühmten Klassikers kann sein Versprechen anscheinend nicht halten. Jetzt wird harsche Kritik an der Produktion laut.

Aladdin - Magical Lantern Festival in LondonDANIEL LEAL-OLIVAS
Aladdin - Magical Lantern Festival in London

Insgesamt 100 von 500 Darstellern sollen in Guy Richies Neuverfilmung passend zum Morgenland-Setting in dunkles Make-up getaucht worden sein, wie die Sunday Times berichtet. So gingen wohl 20 sehr hellhäutige Statisten in ein Zelt und verließen es passend im orientalischen Look wieder. Das Problem daran sei, dass es in der Nähe von London genügend Menschen asiatischer, arabischer, indischer und pakistanischer Abstammung gäbe, die nicht mit Litern an Farbe schwarz geschminkt werden müssten.

Aladdin - Disney Theatrical ProductionDeen van Meer/Supplied by WENN.com
Aladdin - Disney Theatrical Production

Disney reagierte inzwischen auf den Vorfall und erklärte: "Diversität im Cast und bei den Akteuren im Hintergrund war Grundbedingung und nur in einer Handvoll Fälle wurden Crewmitglieder geschminkt, um nicht herauszustechen." Kriterien für die Auswahl der Statisten seien auch deren für die Rollen notwendigen Fähigkeiten für Stunts, Spezialeffekte und für den sicheren Umgang mit Tieren. Der Film soll am 23. Mai 2019 in die deutschen Kinos kommen.

Aladdin - Milton Keynes Theatre in EnglandGetty Images Europe
Aladdin - Milton Keynes Theatre in England
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Schwärzen der Darsteller ist doch absolut kein Vergehen
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Schade, dass sie nicht mehr dunkelhäutige Statisten finden konnten


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