Bereits seit Wochen stehen die beiden Deutschrapper Farid Bang (31) und Kollegah (33) unter Beschuss. Ihr Songtext "Mein Körper ist definierter als der von Auschwitz-Insassen" löste berechtigterweise eine Antisemitismusdebatte aus, wegen der sich sogar der Ethikrat zusammenfinden musste. Die beiden Musiker, die für ihr Album "Jung brutal gutaussehend 3" beim Echo 2018 für die Kategorie "Album des Jahres" nominiert sind, sind vor allem einer Berühmtheit ein Dorn im Auge: Musiklegende Peter Maffay (68) wettert jetzt gegen die Echo-Nominierung und die Verantwortlichen dahinter.

Vor der Verleihung des vermeintlich renommiertesten Musikpreises Deutschlands regte sich der 68-Jährige gewaltig über die Deutsche Phono-Akademie auf, die für die Vergabe der Auszeichnungen verantwortlich ist. Gegenüber Bild gab sich der Rockstar deutlich empört: "Dass ausgerechnet am 12. April, dem Holocaust-Gedenktag in Israel, die Echo-Verleihung von dieser Nominierung überschattet wird, ist makaber und beschämend." Die Nominierung sei vor allem gegenüber den Angehörigen der Opfer des Holocaust respektlos und in höchstem Maße unsensibel.

Kollegah und Farid Bang kenne der "Und es war Sommer"-Interpret nicht persönlich und wolle ihnen deshalb auch nicht unterstellen, dass sie die feindlichen Gedanken bewusst in ihre Lyrics eingebaut haben. "In der heutigen Zeit, in der unsere Gesellschaft zerrissen und voller Spannung ist, gießen sie zusätzlich Öl ins Feuer. Und die Verantwortlichen des Echos tun es mit der Nominierung auch", fuhr Peter fort.

Kollegah und Farid Bang beim EchoAXEL SCHMIDT/AFP/Getty Images
Kollegah und Farid Bang beim Echo
Peter Maffay beim Nachhaltigkeitspreis 2004Mathis Wienand/Getty Images
Peter Maffay beim Nachhaltigkeitspreis 2004
Farid Bang und Kollegah beim ECHOAXEL SCHMIDT/AFP/Getty Images
Farid Bang und Kollegah beim ECHO
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Absolut! Das ist eine Unverschämtheit!
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Nein, das ist irgendwie ein bisschen übertrieben.


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