DDR-Star Frank Schöbel: Schwerer Vorwurf an Musikindustrie
Frank Schöbel (82) rechnet mit der Musikindustrie ab – und findet deutliche Worte. Der Schlagerstar der DDR fühlt sich im heutigen Betrieb an den Rand gedrängt und klagt über fehlende Präsenz im Radio. Im Gespräch mit Nordkurier sagte der 82-Jährige: "Man spielt uns einfach nicht mehr. Manchmal habe ich die Vermutung, dass mancher darauf wartet, dass wir endlich tot sind." Dabei ist der Sänger nach wie vor aktiv: Gerade in der Adventszeit steht er für fast 20 Auftritte auf der Bühne, und für das kommende Jahr plant er eine Tournee.
Der Sänger blickt auf eine Karriere voller Rekorde zurück. In der DDR wurde er zehnmal zum Fernsehliebling gewählt, 14 seiner Songs standen auf Platz eins, seine Hits prägten Generationen. Und noch immer zieht der Musiker Publikum an: Er erobert Konzertbühnen, geht auf Tour. Auch im TV bleibt er präsent. In den "Die Feste"-Shows mit Florian Silbereisen (44) war er in den vergangenen Jahren regelmäßig zu Gast, zuletzt im Januar 2025. Zudem stand er in diesem Jahr bei "Immer wieder sonntags" auf der Bühne.
Privat setzt der Sänger auf Disziplin und Routine. Jeden Mittwoch kickt er mit Freunden Fußball. Dazu kommt regelmäßiges Training im Fitnessstudio. Seine Energie führt Frank auf gute Gene zurück: Seine Mutter wurde 96 Jahre alt. Der Schlagerstar kennt auch die Schattenseiten der Öffentlichkeit. Immer wieder kursierten im Netz falsche Todesmeldungen, die sein Umfeld verunsicherten und Bekannte aufschreckten. Für Frank steht deshalb neben der Bühne vor allem Verlässlichkeit im Mittelpunkt – im Freundeskreis, in der Familie und im Alltag, den er sich seit Jahrzehnten konsequent strukturiert. So hält er sich fit für die vielen Termine im Kalender und die Nähe zu den Fans, die ihn seit Langem begleiten.







