60. Geburtstag: Doku zeigt Katarina Witts Ausnahmekarriere

60. Geburtstag: Doku zeigt Katarina Witts Ausnahmekarriere

- Jannike Wacker
Lesezeit: 2 min

Zu den Hochzeiten ihrer Karriere war Katarina Witt (59) Deutschlands Queen auf dem Eis. Am 3. Dezember feiert die ehemalige Eiskunstläuferin ihren 60. Geburtstag. Zu ihrem Ehrentag widmet das ZDF ihr ein "Terra X History"-Special, das die Höhen und Tiefen ihrer sportlichen und privaten Laufbahn zeigt. Wie das Presseportal berichtet, können Fans die Doku "Katarina Witt – Eiskönigin zwischen Ost und West" am Sonntag, dem 30. November, um 23:40 Uhr im TV sehen – im hauseigenen Streaming-Portal ist der Film bereits verfügbar. Zu Wort kommen neben Katarina selbst auch Wegbegleiter wie Andrea Kiewel (60).

Die Doku wird sich vor allem mit dem Spagat zwischen Ost- und Westdeutschland, den Katarina bewältigen musste, beschäftigen. Sie war DDR-Sportlerin, doch der Westen feierte kaum eine andere Wintersportlerin so sehr. Katarina konnte damals etwas, das selten war: Sie beherrschte den Umgang mit den Medien, konnte problemlos mit den Reportern flirten. In Westdeutschland bekam sie den Spitznamen "das schönste Gesicht des Sozialismus". Gleichzeitig gelang die gebürtige Brandenburgerin an ihren sportlichen Zenit: Katarina brillierte bei den Olympischen Winterspielen, gewann zwei olympische Goldmedaillen und zusätzlich mehrere Welt- und Europameistertitel – deshalb wurde sie zusätzlich "Goldkati" getauft. Trotz ihrer Erfolge machten die Einschränkungen der DDR auch vor ihr nicht Halt. Eher im Gegenteil: Die Stasi soll aus Sorge, Katarina könne in den Westen fliehen, jedes Detail ihres Privatlebens protokolliert haben. Aber mit dem Mauerfall 1989 konnte sich ihre Erfolgswelle international ausweiten.

Bis heute ist Katarina eine der erfolgreichsten Eiskunstläuferinnen in der Geschichte der Sportart. Ihre Karriere beendete sie 2008 mit einer Abschiedstournee durch Deutschland. Der Öffentlichkeit blieb die 59-Jährige aber treu. Heute tritt sie regelmäßig im TV auf, war 2006 sogar Jurorin bei Let's Dance. Die Erfolge der deutschen Olympia-Sportler verfolgt sie aber immer noch genau, egal ob bei den Sommer- oder Winterspielen. Bei den Olympischen Sommerspielen 2024 blieb Deutschland aber mit 33 Medaillen weit hinter den Erwartungen zurück. "Ein zehnter Platz im Medaillenspiegel ist ziemlich beschämend für so eine führende Sportnation, die wir mal waren", lautete Katarinas hartes Fazit im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung. Das Problem sehe sie aber bei fehlenden Trainingsmöglichkeiten als bei den Sportlern direkt.

Eiskunstlaufikone Katarina Witt im Februar 2025 in Dresden
Imago
Eiskunstlaufikone Katarina Witt im Februar 2025 in Dresden
Katarina Witt bei den Olympischen Spielen 1984 in Sarajevo
Getty Images
Katarina Witt bei den Olympischen Spielen 1984 in Sarajevo
Katarina Witt, Eiskunstläuferin
Getty Images
Katarina Witt, Eiskunstläuferin
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