"Anzeigenhauptmeister" sorgt mit Koran-Video für Empörung
Niclas Matthei, besser bekannt als "Anzeigenhauptmeister", sorgt aktuell wieder für Schlagzeilen. In einem Video, das er auf seinem Instagram-Profil veröffentlichte, ist zu sehen, wie ein Koran auf einer Straße in Flammen steht, während er dazu sagt: "Der Anzeigenhauptmeister hat gerade nichts Besseres zu tun, als den Koran zu verbrennen." Im Hintergrund läuft der Marsch "Erika" des bekennenden NSDAP-Komponisten Herms Niel. Nur einen Tag später postete Niclas ein weiteres Video, in dem er in Warnschutzkleidung auf einer Brücke unterwegs ist – mit einer Schusswaffe in der Hand. Laut der Mitteldeutschen Zeitung wurden daraufhin Polizei und Staatsanwaltschaft eingeschaltet, die eine Wohnungsdurchsuchung anordneten.
Auf die Berichterstattung der Mitteldeutschen Zeitung reagierte Niclas jetzt mit einem Beitrag auf Instagram, in dem er die Aufmerksamkeit offenbar zu genießen schien. "Jaaaaaa, endlich wieder in den Medien," schrieb er und bezeichnete Teile der Berichterstattung als "Fake-News". Vorwürfe, er habe Beiträge gelöscht, wies er zurück: "Einen Scheiß werde ich tun das zu löschen", schrieb er unter seinem Post. Zudem stritt er ab, jemals ein Aus für seine bekannten Falschparker-Anzeigen verkündet zu haben: "Wann genau soll ich das erklärt haben?" Abschließend betonte er, dass ein Anfangsverdacht keine Schuld bedeute, und zeigte sich überzeugt, dass die Ermittlungen für ihn folgenlos bleiben.
Niclas hatte sich in der Vergangenheit als selbsternannter Bußgeldjäger einen Namen gemacht, indem er Falschparker filmte und Anzeigen erstattete. Schon als Jugendlicher soll er Mitschüler und sogar Lehrer im Schulalltag angezeigt haben, etwa wegen unliebsamer Sprüche oder abgelaufener TÜV-Plaketten. Dadurch spaltete er die sozialen Medien und zog sowohl Lacher als auch Kritik auf sich. Mit Aktionen wie der aktuellen Koran-Verbrennung sorgt er nun jedoch für jede Menge Empörung. Auf Instagram zeigt sich Niclas gelassen: "Aber egal, Hauptsache wieder eine Bühne in den Medien."





