

Aidan Zinggs Eltern klagen wegen widerrechtlicher Tötung
Neue Wendung im Fall Aidan Zingg: Die Eltern des im Juni 2025 verstorbenen Motocross-Talents haben vor Gericht Klage wegen widerrechtlicher Tötung eingereicht. Robert und Shari Zingg sehen mehrere Organisationen in der Verantwortung und werfen ihnen vor, das Rennen in Mammoth Lakes, Kalifornien, fahrlässig organisiert und unsichere Ausrüstung zugelassen zu haben. In der Klage, die laut US-Medien am Freitag, 2. Januar, bekannt wurde, werden 2XP LLC, Alterra Mountain Company, die American Motorcyclist Association, das Mammoth Mountain Ski Area sowie Revelyst Adventure Sports als Beklagte genannt. Unterstützt werden die Eltern von Anwalt Kevin Biniazan, der gegenüber USA Today erklärte: "Am wichtigsten sucht die Familie Zingg Transparenz und Verantwortung, wo immer es fair und gerecht ist", sagte er. Die Klage richtet sich gegen Abläufe auf und neben der Strecke – und gegen Ausrüstung, die Aidan getragen haben soll.
Aus den Gerichtsunterlagen geht hervor, dass Aidan während eines Laufs beim Mammoth Motocross in einer Kurve zu Boden ging und anschließend von mehreren Bikes überrollt wurde. Laut der Beschwerde sei die Unfallstelle zum Zeitpunkt des Sturzes nicht mit einem Flaggenposten besetzt gewesen, der mit einer gelben Flagge andere Fahrer sofort hätte warnen müssen. Das Rennen sei demnach noch zwei Runden weitergelaufen, während Aidan reglos auf der Strecke gelegen habe; die Kläger sprechen davon, dass der Jugendliche bis zu vier Minuten ohne adäquate Absicherung am Boden blieb. Zudem verweisen sie auf Schäden an Aidans Jersey und Ausrüstung sowie eine Durchstoßung des Brustpanzers. Der Fall schlägt in der Szene hohe Wellen – auch, weil der Schritt vor Gericht kurz nach dem Trainings-Tod des 17-jährigen Hoffnungsträgers Enzo Badenas in Spanien kommt. Der Anwalt formulierte das Ziel der Familie so: "Wenn dieses rechtliche Vorgehen sicherere Abläufe und sicherere Ausrüstung motiviert, die eine andere Familie vor diesem Leid bewahrt, war es ein Erfolg."
Aidan wurde am Renntag im Mammoth Hospital für tot erklärt, seine Todesursache wurde später als Herzbeuteltamponade festgestellt – eine Komplikation, bei der sich so viel Flüssigkeit im Herzbeutel sammelt, dass das Herz nicht mehr ausreichend pumpen kann. Die Schwester des Kaliforniers, Alexandria, verabschiedete sich kurz nach dem Unfall in einem emotionalen Instagram-Posting von ihrem Bruder: "Mein Herz ist komplett gebrochen", schrieb sie laut Us Weekly und fügte hinzu: "Ich liebe dich so sehr, es ist unfassbar. Flieg hoch, aber geh nicht zu weit." In der Motocross-Community gilt Aidan als eines von vielen vielversprechenden Talenten, die den Sport früh prägten. Freunde und Wegbegleiter erinnern Aidan als ehrgeizigen Teamplayer, der auf Reisen stets die Musik aufdrehte und in der Boxengasse für lautes Lachen sorgte.





