

Julio Iglesias' Nachbarn schweigen zu Vorwürfen aus Angst
In Punta Cana, Dominikanische Republik, haben die Behörden Ermittlungen gegen Julio Iglesias (82) aufgenommen. Es geht um den Verdacht des sexuellen Übergriffs und um Menschenhandel, wie das spanische TV-Format "El tiempo justo" vom Sender Telecinco berichtet. Der Musiker soll sich derzeit auf seinem Anwesen in der Karibik aufhalten, während die Polizei Spuren sichert und Zeugen sucht. In der Nachbarschaft herrscht jedoch auffälliges Schweigen: Ein Reporter schilderte live, Anwohner hätten ihm gesagt, sie wollten "aus Angst vor Repressalien nicht vor der Kamera sprechen". In der Region gelte Julio als Figur mit "mehr Macht als der Präsident der Dominikanischen Republik".
Spanischen Medien zufolge beziehen sich die Vorwürfe auf Vorfälle aus dem Jahr 2021, die sich auf seinem Anwesen in der Dominikanischen Republik und in einer Villa auf den Bahamas ereignet haben sollen. Eine damalige Hausangestellte aus der Dominikanischen Republik und eine venezolanische Physiotherapeutin berichten von Übergriffen, einer davon könnte juristisch als Vergewaltigung gewertet werden. Unterdessen meldete sich Julio nach Angaben des spanischen Magazins Hola am Telefon zu Wort. Das Blatt beschreibt seine Stimme als "tief und ernst". Er habe dem Magazin gesagt, es sei für ihn "nicht der Moment, zu sprechen", aber dieser Moment werde "sehr bald kommen" und "die Wahrheit" werde ans Licht kommen. Eine offizielle, ausführliche Stellungnahme ließ der Musiker jedoch weiterhin nicht verbreiten.
Julio, der als einer der erfolgreichsten spanischen Entertainer gilt, hält sich seit Jahren regelmäßig in Punta Cana auf, wo er ein weitläufiges Refugium besitzt. Privat pflegt der Sänger einen engen Kreis, zu dem langjährige Mitarbeitende und Vertraute zählen. Die neuesten Entwicklungen könnten jedoch das Image des einst so gefeierten Schmusesängers nachhaltig verändern.




