

Schauspielerin Angelika Mann ist nach Krebskampf gestorben
Die Schauspielerin und Sängerin Angelika Mann, liebevoll "die Lütte" genannt, ist im Alter von 76 Jahren verstorben. Wie ihre Familie nun der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, erlag die Berlinerin am Mittwoch ihrem Krebsleiden. Angelika (†76), die zu den bekanntesten Künstlerinnen mit DDR-Wurzeln zählt, stand mehr als fünf Jahrzehnte auf der Bühne und war nicht nur als Sängerin, sondern auch als Kabarettistin, Moderatorin und Schauspielerin tätig. Ihre markante Stimme und ihre Bühnenpräsenz machten sie zu einer unverwechselbaren Größe in der deutschen Kulturlandschaft.
Ihre Karriere begann in den 1970er Jahren mit Auftritten an der Seite des Komponisten Reinhard Lakomy (†67), dessen berühmtes Kinder-Hörspiel "Traumzauberbaum" durch ihre Stimme geprägt wurde. Auch die Zusammenarbeit mit Künstlern wie Manfred Krug (†79) und der Jazz-Sängerin Uschi Brüning machte sie in der DDR äußerst beliebt. Doch politische Unzufriedenheit veranlasste sie, 1984 die DDR zu verlassen. Nach ihrer Ausreise feierte Angelika im Westen große Erfolge, beispielsweise mit ihrer Rolle als Lucy in der Dreigroschenoper am Berliner Theater des Westens. Nach der Wende kehrte sie regelmäßig auf Bühnen im Osten zurück und wirkte in Theaterinszenierungen wie "Kalender Girls" mit prominenten Kolleginnen wie Ursula Karusseit (†79) und Uta Schorn (79) mit.
Privat war die nur 1,49 Meter große Angelika für ihren charmanten Humor und ihre Bodenständigkeit geschätzt. In Interviews sprach die Arzttochter oft über ihre Liebe zur Musik, die schon in ihrer Kindheit begann, und ihre Freude am Kontakt mit Menschen. Nach einer Apothekenlehre überraschte sie ihre Kollegen in den Pausen regelmäßig mit Schlagereinlagen. Bis zuletzt stand sie ihrem Publikum nahe und genoss es, mit ihrer Kunst sowohl Jung als auch Alt zu begeistern. Fans und Weggefährten trauern nun um eine wahre Ausnahme-Künstlerin, die Ost- und Westdeutschland gleichermaßen prägte.





