Enthüllt: So viel verdienen die deutschen Olympia-Stars
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Enthüllt: So viel verdienen die deutschen Olympia-Stars

- Carina Bukenberger
Lesezeit: 2 min

Nie zuvor klafften die Olympia-Gehälter unter den deutschen Sportlern so weit auseinander wie dieses Jahr bei den Spielen in Mailand und Cortina: Während Eishockey-Star Leon Draisaitl (30) mit seinem NHL-Vertrag laut Sportbild monatlich rund 1,16 Millionen Euro einstreicht, stemmen viele andere ihren Olympia-Traum mit einem deutlich dünneren finanziellen Polster. Der Großteil der deutschen Winterstarter liegt angeblich bei einem Gehalt von 2.000 bis 4.000 Euro brutto im Monat, weitere Prämien und Sponsorendeals variieren je nach Sportart. Finanziert werden die Athleten häufig über Bundeswehr, Zoll oder Polizei, dazu kommen Förderungen der Deutschen Sporthilfe. Das Spektrum der veröffentlichten Zahlen reicht von Rekordsummen im Ski Alpin bis zu akribisch zusammengesetzten Einkommen im Bob, Biathlon oder Skeleton – und zeigt, wie groß das Gefälle tatsächlich ist.

Leon bildet mit seinem Monatseinkommen die absolute Spitze. Ihm folgen weitere NHL-Profis des deutschen Olympia-Kaders: Tim Stützle, Moritz Seider (24) und JJ Peterka, allesamt Millionenverdiener, die das Gehaltsgefälle im Wintersport geradezu astronomisch wirken lassen. In klassischen Wintersportarten entscheidet dagegen oft der Mix: Biathlon-Star Franziska Preuß kommt dank Sponsor, Ausrüstern und Preisgeld auf rund 30.000 Euro monatlich, Skisprung-Überflieger Philipp Raimund profitiert von Preisgeldern und einem Helmsponsor und wird auf etwa 18.000 Euro im Monat geschätzt. Im Ski Alpin explodieren die Zahlen bei Top-Leistungen: Emma Aicher wird mit rund 40.000 Euro monatlich taxiert, Linus Straßer sogar mit etwa 70.000 Euro – unterstützt von Ausrüstern, TV-Spots und Weltcup-Prämien. Rodel-Olympiasieger Max Langenhan und Weltmeisterin Julia Taubitz sichern sich solide Summen über Bundeswehr-Sold, regionale Partner und vergleichsweise kleine Preisgelder. Selbst in glamourösen Disziplinen wie Eiskunstlauf stützt ein Sponsorenverbund die Kasse: Minerva Hase und Nikita Volodin kommen gemeinsam auf etwa 21.000 Euro pro Monat, inklusive Show-Auftritten.

Abseits der Zahlen zeigt sich, wie unterschiedlich die Wege sind: Ramona Hofmeister (29) baut auf die Stabilität ihres Polizei-Jobs und ergänzt über Sponsoren und Preisgelder, während Skilanglauf-Olympiasiegerin Katharina Hennig (29) als Oberfeldwebel bei der Bundeswehr auf treue Partner setzt, weil ihre Sportart schwer zu vermarkten sei. Bobpilot Johannes Lochner (35) kombiniert Sponsorenpakete mit der Sporthilfe und steht parallel voll im Berufsleben – ein Balanceakt zwischen Kufen und Konferenzraum. Und wo der Druck besonders groß ist, suchen Einzelne kreative Lösungen: Bob-Pilotin Lisa Buckwitz (31) etwa sicherte ihren Sport mit einem eigenständigen Sponsordeal ab. Hinter dem Glanz der Spiele steckt damit für viele ein Alltag aus Trainingsplänen, Vertragsgesprächen und der Frage, wie Leidenschaft und Lebensunterhalt harmonieren können.

Snowboarderin Ramona Hofmeister
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Snowboarderin Ramona Hofmeister
Leon Draisaitl im Mai 2019 in Košice
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Leon Draisaitl im Mai 2019 in Košice
Lisa Buckwitz und Mariama Jamanka bei der Medaillenzeremonie für Bobsport 2018
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Lisa Buckwitz und Mariama Jamanka bei der Medaillenzeremonie für Bobsport 2018
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