

Deutscher Thriller "Unfamiliar" stürmt die Netflix-Charts
Ein deutscher Seriencoup elektrisiert Netflix: Mit "Unfamiliar" hat ein Spionage-Thriller rund um Susanne Wolff und Felix Kramer in den ersten Tagen 4,9 Millionen Aufrufe erzielt und damit einen der stärksten Starts hierzulande hingelegt. Die Serie, die seit wenigen Tagen weltweit streamt, kletterte nach nur vier Tagen an die Spitze der globalen Netflix-Charts für nicht-englischsprachige Serien. Gedreht in Berlin und getragen von dem Duo als ehemaliges Agentenpaar, traf der Titel einen Nerv beim Publikum – und landete in Deutschland auf Platz vier zum Start, während er in anderen Märkten noch höher einstieg. Gefeiert wird "Unfamiliar" vor allem dafür, wie es klassische Agenten-Spannung mit einem frischen, urbanen Setting verbindet und sofort Gesprächsstoff liefert.
International ist der Run beeindruckend: In über 80 Ländern tauchte "Unfamiliar" in den Top-10-Wochencharts auf, in den USA und Großbritannien schaffte es der Thriller in die Top 5. In Brasilien und Argentinien reichte es sogar für Platz 1 der Tagescharts, in Frankreich für Platz 3. Damit reiht sich die Produktion unter die erfolgreichsten deutschen Netflix-Starts ein – laut Spotmedia liegen nur "Liebes Kind" (10,2 Millionen Views) und "Die Kaiserin" Staffel 1 (8,3 Millionen) darüber. "Das Signal" und "How to Sell Drugs Online (Fast)" Staffel 3 teilen sich mit 4,9 Millionen den dritten Rang. Da Netflix-Zahlen oft in Woche zwei zulegen, weil volle sieben Tage gewertet werden, könnte der Aufwärtstrend anhalten. Zum Kontext: In der Vergleichswoche verbuchte Bridgerton Staffel 4 23,4 Millionen Views, "The Lincoln Lawyer" 9 Millionen. Für den deutschen Titel sprechen zudem 24 Märkte, in denen die Serie zwischenzeitlich auf Platz 1 der Tagescharts stand.
Inhaltlich setzt "Unfamiliar" auf dichtes Katz-und-Maus-Kino: Zwei ehemalige Top-Agenten betreiben in Berlin ein Safe House, bis alte Feinde und neue Intrigen sie zurück in ein Geflecht aus Geheimdiensten, Auftragskillern und gefährlichen Missionen zwingen. Zwischen Täuschung und Verrat müssen sie ihre gemeinsame Vergangenheit ordnen, um Unschuldige zu schützen. Susanne Wolff ist für nuancierte, energische Figurenzeichnungen bekannt, während Felix Kramer oft mit stoischer Präsenz und leiser Verletzlichkeit punktet – eine Kombi, die auf Bildschirmen gerne knistert. Berlin als Schauplatz liefert dazu vertraute Straßen und raue Ecken, die Fans von europäischen Thrillern lieben: kurze Wege zwischen Szene-Bars und Schattenwelten, stille Hinterhöfe als Zufluchtsorte, ein Safe House als symbolischer Ort für Vertrauen – und dessen Bruch.





