Jesy Nelson: Little-Mix-Mitglied wollte vor ihr aussteigen
Jesy Nelson (34) spricht Klartext über ihren Abschied von Little Mix – und stellt eine überraschende Behauptung auf. In ihrer neuen Prime-Video-Serie "Jesy Nelson: Life After Little Mix", die heute startet, erzählt die Sängerin, dass bereits 2019 eine Bandkollegin in einem internen Meeting ihren Ausstieg angekündigt habe. Das Treffen fand auf dem Höhepunkt des Erfolgs statt, mit Perrie Edwards (32), Leigh-Anne Pinnock (34) und Jade Thirlwall (33) an ihrer Seite. "Ich hatte ein Bauchgefühl, dass es nichts Gutes ist", sagt Jesy in der Doku. Als die Nachricht kam, brach für sie eine Welt zusammen, "ich und Jade haben wirklich geweint", berichtet sie – ohne den Namen der Kollegin preiszugeben. Der Moment markierte für Jesy den Beginn eines inneren Abschieds, lange bevor sie 2020 tatsächlich ging.
Die Kette der Ereignisse schildert die Musikerin Schritt für Schritt: Nach dem Schock von 2019 habe das Management gemeinsam mit der Band einen Plan für ein großes Finale geschmiedet. Dann kam der Lockdown, der alles auf Eis legte – und Jesy erstmals die Enge des Popalltags vergessen ließ. Die Ruhe tat gut, die Rückkehr in den Vollbetrieb dagegen nicht. Als Termine wieder dichter wurden, setzten Druck, öffentliche Erwartung und Körperbild-Stress ihr zu. Sie spricht von dem Gefühl, nicht mehr authentisch zu sein, seit klar war, dass eine Mitstreiterin gehen wolle. "Ich wusste, dass die Band zu Ende gehen würde", sagt sie in der Serie. Als ihre mentale Gesundheit zusammenbrach, übernahm ihre Mutter das Ruder: Ein Notfall, ein Krankenhausaufenthalt, der nüchterne Ratschlag, das zu beenden, "was dich unglücklich macht". Die formale Trennung lief schließlich über Anwälte, was in der Gruppe Verletzungen hinterließ – "so hätte es nie laufen sollen", sagt Jesy. Die übrigen Drei machten als Trio weiter und legten später eine Pause ein.
Hinter den Kulissen zeigt "Life After Little Mix" eine private Jesy, die sich seit dem Ende ihrer Bandzeit neu sortiert. Sie spricht offen darüber, wie befreiend Stille sein kann, wenn zuvor jede Entscheidung von Kameras und Kommentaren begleitet wurde. In den vergangenen Jahren hat die Sängerin an Routinen festgehalten, die ihr Stabilität geben, und betont die Bedeutung ihrer Familie – allen voran ihre Mutter, die in entscheidenden Momenten zur Stütze wurde. Persönliche Meilensteine und Rückschläge liegen dicht beieinander, doch Jesy wählt in der Serie eine Sprache, die Nähe schafft, ohne Grenzen zu überschreiten. Wenn sie erzählt, klingt immer wieder der Wunsch nach Normalität an: ein Alltag ohne ständige Vergleiche, ohne Kostümwechsel im Minutentakt, mit Raum für die eigenen Gedanken. Genau diesen Raum nimmt sie sich jetzt – und erzählt ihre Geschichte zu ihren Bedingungen.









