Nancy Guthrie vermisst: Ermittler sind dem Täter jetzt näher
Seit über einem Monat fehlt von Nancy Guthrie jede Spur – nun meldet sich Sheriff Chris Nanos mit neuen Details. Er sprach in der US-Show "Today" über den aktuellen Stand der Ermittlungen rund um das Verschwinden der 84-jährigen Mutter von "Today"-Star Savannah Guthrie (54) aus Tucson, Arizona. Er machte klar, dass die Polizei bewusst entscheidende Informationen zurückhalte. Nanos betonte, es sei "sehr nachlässig" und "unverantwortlich", sämtliche Erkenntnisse mit der Öffentlichkeit zu teilen. Gleichzeitig versicherte er, dass die Ermittler einem oder mehreren möglichen Tätern inzwischen deutlich näher gekommen seien.
Der Sheriff erklärte in dem TV-Interview, man sitze inzwischen auf einer Fülle von Hinweisen. "Wir haben Informationen zu diesem Fall, von denen wir denken, dass sie hoffentlich zur Aufklärung führen werden. Aber das braucht Zeit", stellte Nanos klar. Man habe "eine Menge Tipps, eine Menge Spuren" gesammelt, jetzt beginne die akribische Auswertung. Die Ermittler arbeiten unter anderem mit Überwachungsvideos, auf denen ein maskierter Verdächtiger zu sehen sein soll, der offenbar an der Klingelkamera von Nancy manipulierte. Ein Video, das Fox News Digital letzte Woche veröffentlichte, zeigt ein Auto, das etwa zur Zeit der Entführung die Straße entlang raste. Zudem wurde am Haus DNA-Material gefunden, das jedoch von mehr als einer Person stammen soll und die Analyse dadurch erschwere. Unklar bleibt weiterhin das Motiv: Bereits zuvor hatte Nanos eingeräumt, die Ermittler seien beim Warum "ratlos". Es gebe zwar eine Geldforderung, aber ebenso die Frage, ob nicht doch Rache hinter der mutmaßlichen Entführung stecken könnte.
Während die Behörden im Hintergrund weiter ermitteln, sucht Savannah gemeinsam mit ihrer Familie Trost in der Nähe des Elternhauses. Zusammen mit ihrer Schwester Annie und deren Ehemann Tommaso Cioni besuchte die Moderatorin laut OK! nun eine improvisierte Gedenkstätte, die Nachbarn und Unterstützer in der Nähe von Nancys Zuhause errichtet haben. Die Schwestern umarmten sich, legten gelbe Blumen nieder und befestigten eine Karte mit rührenden Zeilen: "Auch wenn wir von so viel Dunkelheit und Unsicherheit umgeben sind, brennt unsere Liebe hell. Wir lieben dich, Mommy. Wir vermissen dich so sehr." Bereits zuvor hatte Savannah in einem emotionalen Instagram-Video offen eingeräumt, dass ihre Mutter "möglicherweise schon nicht mehr lebt". Die von der Familie ausgelobte Belohnung für Hinweise, die zur "Auffindung" der Rentnerin führen, liegt inzwischen bei einer Million Dollar (etwa 860.000 Euro).







