Dresscode & Co.: Diese strengen Regeln gelten bei den Oscars

Dresscode & Co.: Diese strengen Regeln gelten bei den Oscars

- Fabienne Stepczynski
Lesezeit: 2 min

Die 98. Oscars fanden am Sonntag im Dolby Theatre in Los Angeles statt und verzauberten mit einem glamourösen Auftritt von Stars wie Emma Stone (37), Barbie Ferreira (29) und Heidi Klum (52). Doch hinter dem Glanz des wichtigsten Events der Award-Saison verbergen sich strenge Regeln, an die sich alle Anwesenden halten müssen – egal ob A-Lister oder einfache Platzhalter. Sobald die Zeremonie beginnt, sind die Gäste angehalten, auf ihren Plätzen sitzen zu bleiben, und dürfen nur während der Werbepausen aufstehen. Wer sich nicht daran hält und dennoch den Saal verlässt, wird erst bei der nächsten Werbeunterbrechung wieder hineingelassen. Auch Snacks und Getränke von außen sind laut Daily Mail tabu – nicht einmal eine Flasche Wasser darf mit in den Veranstaltungssaal genommen werden.

Schon der Dresscode macht klar, dass hier nichts dem Zufall überlassen wird. Früher hatte Modelegende Edith Head für die Oscars sogar White-Tie-Pflicht verhängt, bodenlange Abendroben in Pastelltönen empfohlen und knallrotes oder zu glitzerndes Styling eher ungern gesehen. Heute ist der Look offiziell zwar auf Black Tie gelockert, doch die Academy setzt zusätzlich auf Nachhaltigkeit: Vintage-Couture, geliehene Kleider und wiederverwendete Outfits sind ausdrücklich erwünscht. Für die Gewinner gelten ebenfalls klare Vorgaben: Die Dankesreden sind auf 45 Sekunden begrenzt, danach setzt die Abspielmusik ein. Ein anonymes Mitglied der Academy erklärte gegenüber Vanity Fair zudem, dass es als guter Ton gelte, in der Rede "den Chef zu danken" und dabei bescheiden, schnell und dankbar zu sein.

Dass sich nicht jeder an diese Vorgabe hält, zeigte Adrien Brody (52) im vergangenen Jahr eindrucksvoll, als er seinen Oscar für seine Performance in "The Brutalist" entgegennahm und mit mehr als fünf Minuten die Rekordmarke für eine Rede sprengte. Während Gewinnerinnen und Gewinner wie zuletzt Jessie Buckley (36) oder Michael B. Jordan (39) bei ihren großen Momenten also genau abwägen müssen, wen sie in dieser kurzen Zeit erwähnen, gelten abseits der Bühne noch weitere besondere Regeln. Die goldene Statue darf zum Beispiel nicht gewinnbringend verkauft werden – offiziell müsste sie der Academy für einen symbolischen Dollar angeboten werden. Für die vielen Platzfüller im Publikum bedeutet der Abend zudem Glamour ohne Gage: Sie müssen ihr Handy abgeben, tragen ihre Reise- und Übernachtungskosten selbst und dürfen Stars nur ansprechen, wenn diese zuerst das Gespräch suchen.

Die Oscar-Statue vor den 98. Academy Awards im Dolby Theatre, Hollywood
Getty Images
Die Oscar-Statue vor den 98. Academy Awards im Dolby Theatre, Hollywood
Conan O'Brien und die Gäste der 98. Oscars im Dolby Theatre in Hollywood
Getty Images
Conan O'Brien und die Gäste der 98. Oscars im Dolby Theatre in Hollywood
Jessie Buckley und Michael B. Jordan mit ihren Oscars bei der 98. Verleihung im Dolby Theatre in Hollywood
Getty Images
Jessie Buckley und Michael B. Jordan mit ihren Oscars bei der 98. Verleihung im Dolby Theatre in Hollywood
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