Zivilklage: Neuer Ärger für Alec Baldwin wegen "Rust"
Der nächste juristische Schlag für Alec Baldwin (68): Der Schauspieler muss sich wegen des tödlichen Vorfalls am Set des Westerns "Rust" erneut vor Gericht verantworten. Beleuchter Serge Svetnoy, der bei den Dreharbeiten dabei war, hat den Schauspieler und Produzenten zivilrechtlich verklagt und wirft ihm fahrlässiges Verhalten vor. Ein Richter in Los Angeles hat dem Verfahren nun grünes Licht gegeben. Laut Svetnoys Anwalt soll die Verhandlung im Oktober beginnen. Wie US-Medien berichten, ist jedoch auch eine außergerichtliche Einigung denkbar, mit der ein Prozess abgewendet werden könnte.
Svetnoy beschreibt den Vorfall laut oe24 als traumatisierend: Die Kugel sei knapp an seinem Gesicht vorbeigezogen, und er habe die sterbende Kamerafrau Halyna Hutchins (†42) in seinen Armen gehalten, ohne ihr helfen zu können. Als Schadenersatzgründe führt er unter anderem den Einsatz scharfer Munition am Set sowie den Umstand an, dass Baldwin die Waffe auf eine Person gerichtet habe. Der Beleuchter hatte die Klage bereits kurz nach dem tragischen Vorfall eingereicht. Es ist nicht die erste Zivilklage im Zusammenhang mit "Rust": Der Ehemann der getöteten Kamerafrau, Matthew Hutchins, einigte sich bereits außergerichtlich mit Baldwin auf eine Entschädigung, und auch die Eltern sowie eine Schwester von Halyna hatten Schadenersatz gefordert.
Bei dem Unfall im Oktober 2021 in New Mexico hatte sich ein Schuss aus einer Requisitenwaffe gelöst, die Baldwin hielt. Halyna Hutchins wurde dabei tödlich getroffen, Regisseur Joel Souza (52) erlitt eine Schulterverletzung. Untersuchungen zeigten, dass sich in dem Colt eine echte Kugel befunden hatte. Baldwin war daraufhin wegen fahrlässiger Tötung angeklagt worden, der Strafprozess wurde im Juli 2024 jedoch eingestellt – die Verteidigung hatte der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, Beweismittel zurückgehalten zu haben. Die Waffenmeisterin am Set war zuvor wegen fahrlässiger Tötung zu 18 Monaten Haft verurteilt worden. Wie die scharfe Munition auf das Set gelangte, ist bis heute ungeklärt.









