Harte Kritik: Staffelfinale von "Euphoria" spaltet die Fans

Harte Kritik: Staffelfinale von "Euphoria" spaltet die Fans

- Hannah Kändler
Lesezeit: 3 min

Mit einem Knall verabschiedet sich Euphoria von den Bildschirmen: Im Finale der dritten und letzten Staffel stirbt Hauptfigur Rue Bennett, gespielt von Zendaya (29), an einer Fentanyl-Überdosis. In der finalen Folge, die jetzt bei HBO Max und Skys WOW zu sehen ist, lässt Serienschöpfer Sam Levinson damit seine zentrale Figur sterben – und sorgt damit für einen Aufschrei im Netz. Auf X überschlagen sich seit der Ausstrahlung die Reaktionen: Während einige Zuschauer das Ende als mutig und ergreifend feiern, sprechen andere von einer der schlechtesten Finalstaffeln überhaupt und ziehen harte Vergleiche zu Game of Thrones, Stranger Things und "The Boys".

Vor allem die Art, wie Rues Tod in die Story eingebettet wird, stößt vielen Fans sauer auf. Kritisiert wird unter anderem, dass wichtige Figuren wie Jules oder Rues frühere Freundesclique im Finale kaum auf ihren Verlust reagieren und es keine ausführliche Abschiedsszene gibt. "Keine Beerdigung für Nate, keine Reaktion von Cal Jacobs. Dann stirbt Rue – keine Reaktion von der Mädels-Clique. Jules erwähnt es nicht einmal. Das hohlste Ende aller Zeiten", ärgert sich ein User auf X. Andere werfen Sam Levinson vor, den Umgang mit Sucht nicht verstanden zu haben: "Nach heute will ich nie wieder sehen, wie Sam Levinson eine Geschichte über Sucht anrührt – genau genommen sollte man ihn nie wieder schreiben oder Regie führen lassen", heißt es in einem weiteren, viel geteilten Post. Einige Stimmen sprechen der gesamten dritten Staffel sogar jede künstlerische Qualität ab und verteilen im Netz gnadenlose 1/10-Bewertungen, wie Moviepilot berichtet.

Ganz anders sehen es allerdings Fans, die im dramatischen Ende genau die Konsequenz entdecken, die sie sich für Rues lange Leidensgeschichte gewünscht hatten. Mehrere User bezeichnen das Finale als "wunderschön" und loben, dass das Chaos der dritten Staffel am Schluss "auf poetische Weise" zusammengeführt worden sei. Viel diskutiert wird auch eine Szene, in der Rues Geschichte noch einmal mit der von Fez verknüpft wird – eine Anspielung, die durch den Tod von Angus Cloud (†25) im Jahr 2023 für viele Zuschauer besonders schmerzhaft wirkt. "Mir ist gerade klar geworden, dass Rue in der Serie auf genau dieselbe Weise gestorben ist wie Angus im echten Leben. Ich werde jetzt noch eine Stunde länger weinen", schreibt ein Fan auf X. Für Zendaya, die sich am Set bereits unter Tränen von Cast und Crew verabschiedet hatte, markiert das Finale endgültig den Abschied von ihrer Durchbruchsrolle. Ob HBO der kontroversen Erfolgsserie nach drei Staffeln noch Ableger mit anderen Figuren spendiert, ist bisher offen.

Bei den Essence Black Women In Hollywood Awards: Zendaya in einem weißen One-Shoulder-Kleid mit floralen Details
Getty Images
Bei den Essence Black Women In Hollywood Awards: Zendaya in einem weißen One-Shoulder-Kleid mit floralen Details
Zendaya Coleman in "Euphoria"
Imago
Zendaya Coleman in "Euphoria"
Zendaya und Angus Cloud, "Euphoria"-Stars
Getty Images
Zendaya und Angus Cloud, "Euphoria"-Stars
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