

Hollywood-Star Bryan Cranston spricht über Kindheitstrauma
Bryan Cranston (70) spricht so offen wie selten über die dunkelsten Kapitel seiner Kindheit. Der Schauspieler, bekannt aus Breaking Bad und dem Serienhit Malcolm mittendrin, erinnert sich in einem neuen Gespräch daran, wie sein Vater die Familie verließ, als er elf war, und alles aus den Fugen geriet. Gegenüber dem Wall Street Journal blickt Bryan auf seine frühen Jahre in Hollywood zurück, auf ein Zuhause mit beiden Eltern, das plötzlich zerbrach. Seine Mutter Annalissa "Peggy" Sell war Radioschauspielerin, sein Vater Joseph Cranston Schauspieler und Halbprofi-Boxer – doch der Glanz half nicht, als der Familienvater für eine andere Frau ging. "Meine Mutter war lebenslustig und lieb, und war am Boden zerstört und wandte sich dem Alkohol zu", sagte Bryan, der den plötzlichen Bruch als "Schock" beschreibt.
Der Einschnitt traf auch ihn selbst. "Nachdem er gegangen war, war ich weniger selbstbewusst, introvertierter und konnte nicht begreifen, was zu Hause passiert war oder warum", erzählte er weiter. Die Bank pfändete das Haus, die Familie verlor ihr Dach über dem Kopf. Bryan und sein Bruder Kyle wurden zu den Großeltern mütterlicherseits geschickt – auf eine Hühnerfarm in Yucaipa, rund zweieinhalb Stunden östlich von Los Angeles. Dort lebten sie in einem Ein-Zimmer-Haus, die Latrine befand sich im Stall, den sie jede Woche putzen sollten. Die Schwester Amy blieb bei der Mutter, die mit den Großeltern väterlicherseits in Canoga Park unterkam. "Sie nahm Amy und lebte mit den Eltern meines Vaters in Canoga Park. Das war seltsam, aber sie hatte keinen anderen Ort", so Bryan. Er sah seinen Vater erst mit 22 wieder. Aus der harten Landarbeit nahm er dennoch etwas mit: Sie gab den Brüdern "Beständigkeit und eine solide Arbeitsethik". Ein Jahr später zog die Familie wieder zusammen – in eine Zweizimmer-Mietwohnung in Canoga Park.
Bryan wurde 1956 in Hollywood geboren. Seine Eltern hatten sich Anfang der 1950er am Set der Sitcom "Life with Elizabeth" kennengelernt und zogen ihre Kinder zunächst in einem Haus in Canoga Park groß. Später beschrieb Bryan die Zeit auf dem Land als Erfahrung zweier "L.A.-Kids" mitten "im Nirgendwo" – eine Zäsur, die die Familie vorübergehend trennte, am Ende aber wieder zusammenführte. Heute teilt er sein Leben mit Ehefrau Robin Dearden, die er 1989 heiratete. Das Paar pendelt zwischen einer Wohnung auf der Upper East Side in New York und einem Zuhause in Los Angeles. Mit Robin hat Bryan Tochter Taylor Dearden, die als Schauspielerin in die Fußstapfen ihres Vaters getreten ist.








