Nach dem 6,5-Millionen-Urteil: Jermaine Jackson wehrt sich
Jermaine Jackson (71) will das Urteil in Millionenhöhe gegen ihn nicht hinnehmen. Nachdem ein Gericht den Bruder von Michael Jackson (†50) im Mai zu Zahlungen von rund 6,5 Millionen US-Dollar (rund 5,6 Millionen Euro) verurteilt hatte, geht der Sänger nun juristisch dagegen vor. Hintergrund ist die Klage von Rita Butler Barrett, die Jermaine vorwirft, sie 1988 in ihrem Haus im kalifornischen Encino brutal vergewaltigt zu haben. Wie TMZ unter Berufung auf neue Gerichtsdokumente berichtet, beantragt Jermaine jetzt, das Versäumnisurteil wegen einer ganzen Reihe von Verfahrensfehlern aufzuheben.
Laut den Unterlagen führt Jermaine mehrere Gründe an, warum das Urteil seiner Ansicht nach keinen Bestand haben sollte. Er argumentiert, dass die Klage nicht korrekt zugestellt worden sei und er keine tatsächliche Kenntnis von der Vorladung, der Klageschrift und weiteren Dokumenten gehabt habe. Deshalb habe er auch keine echte Möglichkeit gehabt, auf das Verfahren zu reagieren. Außerdem sei er nach eigener Darstellung unter einem veralteten Namen verklagt worden. Jermaine gibt an, seinen Namen in Kalifornien bereits 2013 rechtlich in "Jermaine LaJuane Jacksun" geändert zu haben. Rita hatte ihre Klage Ende 2023 eingereicht. Da Jermaine laut TMZ nicht persönlich erreicht werden konnte, durfte die Zustellung schließlich über eine rechtliche Bekanntmachung in der Los Angeles Times erfolgen, die demnach zwischen August und September 2025 mehrere Wochen hintereinander veröffentlicht wurde.
Inhaltlich weist Jermaine die Vorwürfe ebenfalls entschieden zurück. Er bestreitet, die Klägerin jemals sexuell attackiert zu haben, und fordert, das Verfahren wieder zu öffnen, um seine Sicht der Dinge darlegen zu können. Rita hatte in ihrer ursprünglichen Klage geschildert, Jermaine sei unangekündigt zu ihrem Haus gekommen und habe sie dort gewaltsam vergewaltigt, bevor er den Übergriff plötzlich beendet und sie traumatisiert zurückgelassen habe. Über die persönliche Beziehung der beiden ist öffentlich wenig bekannt. Wie die Klägerin die neuen Anträge des Musikers bewertet, ist noch unklar: Ihre Anwältin hat auf eine Nachfrage von TMZ bislang nicht reagiert.






