

Bryan Cranston reflektiert über seine traumatische Kindheit
Bryan Cranston (69) hat im Podcast "Table Manners" von Jessie und Lennie Ware offen über seine Kindheit gesprochen – und darüber, wie ihn ein Bruch in der Familie bis heute begleitet. Der Schauspieler erzählte, dass sein Vater die Familie verließ, als er elf war, und er daraufhin mit seinem Bruder zu den Großeltern auf eine kleine Farm in Kalifornien zog. Dort teilten sie sich zu viert ein Haus mit einem Schlafzimmer und einem Bad, schliefen im Winter auf dem Wohnzimmerboden und im Frühling und Sommer auf der Terrasse. "Auf einmal siehst du deinen Vater nicht mehr", sagte Bryan laut dem Magazin People, "und ich habe ihn erst mit 22 wiedergesehen". Die Leere, die damals entstand, beschreibt er heute als Gefühl, "als wäre ich von einer Klippe gestürzt".
Auf dem Hof seiner Großeltern erlebte Bryan eine strenge, ländliche Routine. Er musste Hühner und Enten schlachten, sie rupfen und zubereiten. Der Großvater sei "kein Unsinn"-Typ gewesen, berichtete der Emmy-Gewinner im Gespräch und nannte die Zeit "hart" und "verwirrend". Während er und sein Bruder bei den mütterlichen Großeltern lebten, gingen seine Mutter und seine Schwester zu der Großmutter väterlicherseits – die Familie wurde damit auch räumlich zerschnitten. Er erinnerte sich daran, dass das Elternhaus zwangsversteigert wurde und seine Mutter nach dem Weggang des Vaters zu trinken begann. Rückblickend habe er die Unsicherheit lange in sich hineingefressen, sagte Bryan: "Das kommt später in meiner Arbeit raus." Schauspielerei sei für ihn Therapie, betonte er, und ergänzte, dass er zusätzlich professionelle Hilfe nutzt. In den vergangenen Jahren fand er ein spätes Einvernehmen mit seinem Vater, der 2014 starb; ein Abschiedsbrief laut People: "Das Highlight meines Lebens war, als mir meine Kinder verziehen."
Abseits der schmerzhaften Erinnerungen blickt Bryan nach vorne. Der Breaking Bad-Star sprach im Podcast auch über Halt durch Verlässlichkeit, klare Regeln und das Bedürfnis nach einem harmonischen Miteinander – Werte, die er aus der Farmzeit mitgenommen habe. Privat ist Bryan seit vielen Jahren verheiratet und Vater einer Tochter. Beruflich bleibt er umtriebig: Er brachte zuletzt neue Filme an den Start und steht mit Seth Rogen (43) für die Apple-TV+-Serie "The Studio" vor der Kamera. Fans dürfen sich zudem auf weitere Projekte freuen, über die der Schauspieler öffentlich spricht – Arbeiten, in denen, wie er sagt, immer auch ein Stück seiner Vergangenheit steckt.





