

Comeback nach acht Jahren: So arbeitete Marie Bäumer an sich
Nach acht Jahren Auszeit ist Marie Bäumer (57) zurück vor der Kamera – und spricht jetzt offen darüber, was in dieser Zeit alles passiert ist. Im Interview mit dem Magazin Gala erzählt die Schauspielerin, wie sie die lange Drehpause genutzt hat, um an sich selbst zu arbeiten, und wie sich ihr Comeback anfühlte. Dabei war die Rückkehr alles andere als selbstverständlich: "Wenn man ein paar Jahre nicht spielt, ist das eine Schwelle." Ihr Gastauftritt im Remake von "Mädchen in Uniform" war für sie daher vor allem eines: "ein herrlicher Gastauftritt zum Warmlaufen."
Während ihrer Zeit abseits der Filmsets trieb Marie ihr Herzensprojekt voran: Mit "Escapade" entwickelte sie ein teils pferdegestütztes Programm zur Persönlichkeitsentwicklung. Kein leichter Weg, wie sie zugibt: "Wahnsinn, so viel Blut, Schweiß und Tränen, manchmal fühlte ich mich, als würde ich bis zur Brust im Sumpf stecken." Doch für sie zählt am Ende nicht, wie mühsam es war, "sondern die Magie." Beim Dreh selbst fühlte sie sich dann wie neu: "Ich habe mich wieder gefühlt wie eine Schauspielstudentin mit akribischer Vorbereitung und der dazugehörigen Aufregung." Heute achtet die Schauspielerin bewusst auf ihre Grenzen – Sonntage und möglichst auch Sonnabende gehören ihr ganz allein. Und die mentale Erschöpfung, die sie kennt, wiegt schwerer als in jungen Jahren: "Auch die mentale Kraft ist nicht zu unterschätzen, da gibt es schon Momente der Erschöpfung. Das ist jetzt anders als mit Mitte 20."
Im Interview kommt Marie auch auf Kollegin Iris Berben (75) zu sprechen, die kürzlich erklärte, es sei nicht schön zu altern. Marie kann diese Worte nachvollziehen und nennt Iris eine "phänomenale Ikone des Alterslosen", die mit ihrer Energie aus jeder Produktion herausstrahle. Die Auseinandersetzung mit dem Älterwerden begleitet die Schauspielerin schon länger. Vor allem seit sie sich aus dem dauernden Drehbetrieb zurückgezogen hatte, rückten Themen wie innere Balance und Selbstfürsorge stärker in den Vordergrund. Auch ihre berühmte Rolle als Uschi aus "Der Schuh des Manitu", auf deren Rückkehr Fans in der Fortsetzung "Das Kanu des Manitu" vergeblich hofften, gehört inzwischen für Marie zu einem früheren Kapitel ihrer Karriere. Heute scheint sie ihren Fokus mehr auf persönliche Entwicklung, ihr Coachingprogramm und ausgewählte Herzensprojekte vor der Kamera zu legen, bei denen sie ihren Beruf in einem für sie passenden Tempo leben kann.






