"Woker König": Hofkaplan der Queen rechnet mit Charles ab
Der frühere Königskaplan Dr. Gavin Ashenden hat in einem Podcast-Gespräch mit dem australischen Fernsehmoderator Karl Stefanovic (51) heftig gegen König Charles III. (77) ausgeteilt. In der neuesten Folge von "The Karl Stefanovic Show", die unter anderem auf YouTube veröffentlicht wurde, kritisierte der Geistliche den britischen Monarchen für seine veränderte religiöse Rolle. Der Buckingham Palace hatte zuletzt im jährlichen "Sovereign Grant Report" bekanntgegeben, dass Charles den seit dem 16. Jahrhundert gebräuchlichen Titel "Defender of the Faith" ablegt und künftig stattdessen als "Supreme Governor of the Church of England" den Raum für Glauben in einer multireligiösen Nation schützen soll. Für Gavin ein schwerwiegender Fehler.
"Offensichtlich haben wir einen woken König", amüsiert sich Gavin im Gespräch, fügt aber bissig hinzu: "Gleichzeitig haben wir einen König, der trotz der bestmöglichen Ausbildung nicht klar denken kann." Der Geistliche wirft Charles vor, der Überzeugung erlegen zu sein, dass alle Religionen und spirituellen Realitäten gleichwertig seien. Das sei "historisch durch nichts belegt." Ohne frische Gedanken trage der König dazu bei, "alles aufzulösen, was uns zusammengehalten hat". Gavin fand drastische Worte: "Er ist wie ein blinder und tauber Löwenbändiger, der nicht sieht, wie gefährlich die Dinge sind." Besonders hart traf der Vergleich mit seiner Mutter: Queen Elizabeth II. (†96) hätte den Zustand der Krone als "Desaster" erkannt, so der Kaplan. "Ich glaube, einer der Gründe, warum wir sie liebten, ist, dass wir das Gefühl hatten, es mit einer Frau von Integrität zu tun zu haben", erklärte er. Charles hingegen bleibt laut ihm "hinter dem zurück, was man von einem König erwartet."
Gavin war von 2008 bis 2017 Ehrenkaplan von Queen Elizabeth II., bevor er das Amt niederlegte, um fortan freier über theologische Fragen sprechen zu können. Moderator Karl, der den Podcast nach seinem Abgang vom australischen Frühstücksformat "Today Show" betreibt, bekam vom Geistlichen ebenfalls Zuspruch: "Im Namen all jener, die verzweifelt darauf warten, dass die Wahrheit gesagt wird – danke, dass du dafür einen hohen Preis zahlst." Zuletzt war Charles mit deutlich weniger politischem Gegenwind in den Schlagzeilen: Ende vergangener Woche besuchte er das "Royal Tank Regiment" in Dorset und ließ sich anlässlich des Familientags des Regiments in einem Challenger-2-Kampfpanzer durch das Gelände fahren.












